Austria Wirtschaftsservice: Life Science wichtiger Schwerpunkt der Förderungen

Österreichische Förderbank begrüßt zukunftsweisende Rats-Strategie für den Biotechbereich und wünscht sich rasche Umsetzung

Wien (OTS) - Das kürzlich veröffentliche Strategie-Konzept des Rates für Forschung, Technologie und Entwicklung zur nachhaltigen Entwicklung der Life Sciences in Österreich stelle einen bedeutenden Impuls für die nachhaltige Entwicklung des Zukunftsfeldes dar, meint Horst Bednar, Geschäftsführer der austria wirtschaftsservice. "Für Österreichs Förderbank sind die Lebenswissenschaften schon seit Jahren ein wichtiger Förderschwerpunkt. Mit dem Impulsprogramm Biotechnologie hat die damalige Innovationsagentur - heute Teil der aws - im Auftrag des BMWA bereits 1999 die ersten Schritte zum Aufbau einer Szene gesetzt. Die im letzten Monat erfolgreich an die Börse gegangene Firma Intercell ist eine der Erfolgsgeschichten der gezielten Fördermaßnahmen." beschreibt Bednar den Zugang der Förderbank zum Thema und wünscht sich eine rasche Umsetzung der Empfehlungen durch alle Verantwortlichen.

Als besonders bedeutend sieht die aws die Empfehlungen und Vorschläge des Rates zum Thema Finanzierung. Insbesondere für die vom Rat empfohlene Paketlösung für einen Fördermix aus technologischer Beratung, Kapital und Management orten die Förderexperten zunehmenden Bedarf. Den Umfang der für die nächsten fünf Jahre notwendigen zusätzlichen Mittel beziffert die aws vorsichtig mit rund EUR 100 Mio., um die Strategien des Rates für die wirtschaftliche Entwicklung vollständig und nachhaltig umzusetzen. Besonders wichtig ist für die aws dabei, dass die Mittel flexibel eingesetzt werden können. Die bestehende Finanzierungslücke zwischen Start-up und Expansionsphase, die vom Rat konstituiert wurde, stelle an eine Förderbank besondere Herausforderungen in der gezielten Gestaltung des Fördermixes, meint Sonja Hammerschmid, in der aws für Technologie zuständige Prokuristin. "Um den maximalen Fördereffekt erreichen zu können, ist es für uns wichtig, sowohl Finanzierungshöhe als auch Finanzierungsart optimal an den Bedarf des Unternehmens anpassen zu können. Je nach aktueller Situation des Kapitalmarktes und Unternehmensphase sollte eine Mischung aus Zuschuss, Darlehen und Garantie maßgeschneidert werden. Ein möglichst breiter Handlungsspielraum für die Fördergesellschaften ist hierzu sicher hilfreich" erläutert die Förderexpertin die möglichen praktischen Umsetzungen des Ratskonzeptes. Zusätzlich wären darüber hinaus auch noch nicht-finanzielle Förderungen - etwa in Form von "Managern auf Zeit" - erforderlich, um jungen Firmen einen optimalen Start zu ermöglichen.

Aber auch in anderen Bereichen sieht die aws Raum für Verbesserungen:
Besonders wichtig ist für Sonja Hammerschmid auch ein koordiniertes Vorgehen aller Beteiligten: "Dass Österreich international bereits wahrgenommen wird, zeigen erfolgreiche Ansiedlungsprojekte, die auch die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes unterstreichen. Regionale Interessen müssen aber in Zukunft gegenüber einem österreichweiten Konzept zurückstehen, um im internationalen Wettbewerb erfolgreich agieren zu können." übt die promovierte Molekularbiologin Kritik an der noch zu geringen Koordination und weiß sich dabei in guter Übereinstimmung mit den Ratsempfehlungen. "Mit der Initiative Life Science Austria Vienna Region konnte Österreich international bereits Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Meine Vision ist ein gemeinsamer starker Auftritt der wichtigen Biotechregionen Wien, Innsbruck und Steiermark".

Insgesamt konnte die austria wirtschaftsservice in den letzten fünf Jahren über 50 Firmengründungen im Biotechsektor begleiten und über EUR 300 Mio. an Investitionen in diesem Sektor mobilisieren. "Dank der Unterstützung des Rates für Forschung, Technologie und Entwicklung befindet sich Österreich auf dem besten Weg in diesem Sektor zu den führenden Nationen aufzuschliessen" ist Bednar optimistisch. "In Zusammenarbeit mit unseren Auftraggebern BMWA, bm:bwk und bmvit werden wir den Schwerpunkt Life Sciences in den nächsten Jahren noch weiter aufbauen können", hofft Bednar, und freut sich über die Unterstützung des Rates sowie wichtiger Organisationen wie der Industriellenvereinigung.

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