Seeber: EU-Initiativen zur Stärkung der Tourismuswirtschaft sind zu begrüßen

Europäische Regelung der Ferienströme möglich und sinnvoll

Brüssel, 2. März 2005 (ÖVP-PD) "Ich begrüße ausdrücklich die Ankündigung von EU-Kommissar Günter Verheugen, bis Jahresende einen Vorschlag über die europäische Tourismuspolitik unterbreiten zu wollen", sagte heute, Mittwoch, der Tiroler ÖVP-Europaparlamentarier Dr. Richard Seeber in Brüssel. "Der Tourismus ist einer der Schlüsselsektoren für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung. Als Tiroler biete ich der Kommission eine enge Zusammenarbeit in der Ausarbeitung möglicher Regelungen an. Wir sind natürlich besonders daran interessiert, europäische Unterstützung bei der Schaffung von mehr Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit zu bekommen", so Seeber. ****

Im Tourismussektor sind europaweit rund eineinhalb Millionen Unternehmen tätig, die nahezu 8 Millionen Arbeitsplätze in Europa schaffen. Mit der EU-Erweiterung ist das Potential der Tourismuswirtschaft noch lange nicht ausgeschöpft. "Jeglicher Versuch einer europäischen Regelung darf aber weder zu mehr Bürokratie, noch zu einer verstärkten Reglementierung führen. Der Grundsatz der Subsidiarität darf nicht ausgeschaltet werden. Gerade der Tourismus ist stark von regionalen Gegebenheiten abhängig, die stets berücksichtigt werden müssen", betonte Seeber. Laut Verheugen wolle die Kommission ihren Schwerpunkt vor allem auf eine Reduktion des Verwaltungsaufwandes sowie eine Steuerentlastung legen. "Beide Instrumente wären notwendig, um der Tourismuswirtschaft mehr Wettbewerbsfähigkeit zu verschaffen", stimmte Seeber den Überlegungen Verheugens zu.

Europäische Regelungen, die dem heimischen Tourismus bei aller Berücksichtigung der Subsidiarität und der regionalen Bedürfnisse einen europäischen Mehrwert verschaffen könnten, seien daher durchaus wünschenswert und machbar. "Ich kann mir auch vorstellen, dass die Kommission in diesem Zusammenhang Initiativen zur Steuerung der Ferienströme setzt. Gerade die Semesterferien haben in Tirol gezeigt, dass eine europaweite Initiative zur besseren zeitlichen Steuerung der Urlaubszeiten Vorteile für die Gäste, die Umwelt und die Tourismusbranche bringen kann", sagte Seeber abschließend.

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