AKNÖ-Präsident Staudinger: Mit Weiterbildungsoffensive Arbeitslosigkeit bekämpfen

Über 64.500 Niederösterreicher auf der Suche nach Arbeit - Verweildauer schon bei 114 Tagen

Wien (AKNÖ) - Die Arbeitslosigkeit war in Niederösterreich im Februar 2005 um 4,8 Prozent höher als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Ende Februar 2005 waren beim AMS 55.860 Niederösterreicher arbeitslos gemeldet. Zusätzlich stieg auch die Zahl der darin nicht enthaltenen Schulungsteilnehmer um 24,1 Prozent auf 7.926 Personen. Die Lehrstellensuchenden eingerechnet, waren somit Ende Februar über 64.500 Niederösterreicher auf der Suche nach Arbeit.

Am stärksten stieg die Arbeitslosigkeit im Haupterwerbsalter der 25-bis 49-Jährigen (+ 4,9 Prozent), hier insbesondere bei Frauen (+ 5,2 Prozent). Die Zahlen deuten auf eine wachsende Lücke zwischen Qualifikation der Arbeitssuchenden und geforderten Fähigkeiten hin, stellen die Arbeitsmarktexperten der AKNÖ fest.
Obwohl auch die Akademikerarbeitslosigkeit steigt, geht aus den Arbeitsmarktdaten eindeutig hervor, dass für gut ausgebildete und qualifizierte Arbeitskräfte das Risiko, arbeitslos zu werden, deutlich niedriger ist als für Personen ohne abgeschlossene Ausbildung. Aus diesem Grund war und ist es für die AKNÖ ein besonderes Anliegen, eine breit angelegte Qualifizierungsoffensive in Gang zu bringen.
Auf Initiative der AKNÖ ist es nun in Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich, dem AMS und den Sozialpartnern gelungen, die Arbeitnehmer mit einem neuen Bildungsförderungskonzept finanziell bei Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen besser zu unterstützen. Ab sofort gibt es bis zu 2.640 Euro Bildungsförderung für Arbeitnehmer. Verteilt auf 6 Jahre werden die Weiterbildungskosten zu 50 Prozent refundiert. Arbeitnehmer über 45 Jahre erhalten sogar 80 Prozent der Kurskosten ersetzt. Alles über die neue Förderung erfahren Sie bei der AKNÖ-Bildungsinformation 0800/ 232323/1818.

Bemerkenswert ist auch, dass die durchschnittliche Verweildauer in der Arbeitslosigkeit ansteigt. Sie liegt derzeit bei 114 Tagen. Vor zwei Jahren erst bei 95 Tagen. Arbeitslose Niederösterreicher müssen somit in ihrer prekären Situation knapp 3 Wochen länger verharren als noch im Februar 2002. AKNÖ-Präsident Staudinger: "Das ist eine existenzgefährdende Entwicklung für die Betroffenen, die nicht für die Dynamik des Arbeitsmarktes spricht."
"Anstatt über eine Verlängerung der Arbeitszeit nachzudenken, sollte sich die Wirtschaft eher Gedanken machen, wie sie Arbeitsplätze schafft und die Verweildauer in der Arbeitslosigkeit abbaut. Gerade die Entlastung von Durchschnittsverdienern würde die Inlandsnachfrage ankurbeln und für mehr Arbeitsplätze sorgen", so Josef Staudinger abschließend.

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