VP-Aigner: ÖVP Wien gegen falsch verstandenen Jugendschutz

Vorgehensweise beim ’Baby-Kino’ ist völlig lebensfremd

Wien (VP-Klub) - Änderungsbedarf beim Wiener Kinogesetz und dem Jugendschutzgesetz ortet der Jugendsprecher der ÖVP Wien, LAbg. Wolfgang Aigner. Anlass ist die behördlich verfügte Sperre des Baby-Kinoprogramms im Votivkino. Aigner begrüßt die Intention der Kinobetreiber, Müttern mit Kleinstkindern einen gemeinsamen Kinobesuch zu ermöglichen. Der Kinobetreiber sei mit viel Sensibilität vorgegangen. Unter anderem wurde die Lichteinstellung herauf- und die Lautstärke des Tones herabgesetzt, um einer Reizüberflutung der Kinder entgegenzuwirken.

Aigner: "Warum ein Kino ein Ort sein solle, an den man mit Kleinkindern nicht gehen solle, erscheint schleierhaft. Kein Gesetz hindere Eltern daran, mit Kleinkindern in völlig verrauchte Lokale zu gehen. Im Kino herrschen hingegen ganz andere Rahmenbedingungen." Diese Frage liege in der alleinigen Verantwortung der Eltern.

Aigner will hingegen dabei ansetzen, ob Kinder altersmäßig den gespielten Programmen inhaltlich folgen können. Im ersteren Fall sei natürlich der Jugendschutz gefordert. Bei Kleinstkindern habe es hingegen keinen Sinn, den Kinobesuch davon abhängig zu machen, ob der gespielte Film jugendfrei sei oder nicht. Hier geht es vielmehr darum, ob Eltern mit ihren Kindern gemeinsam Zeit verbringen können oder nicht. Diese Frage daran zu knüpfen, ob das Programm jugendfrei sei, ist völlig lebensfremd. Wenn die geltenden Wiener Gesetze dieses verfolgenswerte Experiment verhindern, dann müssen sie schleunigst geändert werden, schließt Aigner.

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