Amon: SPÖ kritisiert PISA

Kritisierte Studie muss trotzdem als Beweis für unrichtige Schlussfolgerungen Broukals herhalten

Wien, 2. März 2005 (ÖVP-PK) ÖVP-Bildungssprecher Abg.z.NR Werner Amon zeigte sich heute, Mittwoch, verwundert über die widersprüchlichen Aussagen von SPÖ-Bildungs-Protagonisten bei einer SPÖ-Podiumsdiskussion gestern, Dienstag, in Wien. "Einerseits kritisiert die Vorsitzende der SPÖ-Schüler in einer gemeinsamen Aussendung mit dem SPÖ-Wissenschaftssprecher das PISA-Testverfahren, andererseits muss die OECD-Studie für SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal als Beweis für unrichtige Schlussfolgerungen herhalten", so Amon. Die SPÖ leite nun also gewisse Forderungen aus einer Studie ab, die für sie gar nicht von Relevanz zu sein scheine. ****

Wenn man aus der PISA-Studie schon Reformmaßnahmen ableiten wolle, müsse man die Studie "so nehmen, wie sie ist", führte Amon aus. Broukal sage "klar die Unwahrheit", wenn er behaupte, aus PISA ließen sich Aussagen über Sinn und Unsinn von differenzierten Schulsystemen oder Gesamtschulmodellen ableiten. "Der OECD-Bericht sagt zu dieser Frage im Wortlaut: 'Von den genannten Merkmalen kann jedoch keineswegs auf das Kompetenzniveau des jeweiligen Landes geschlossen werden. Ein zentraler Befund der diesbezüglichen Analysen im internationalen Bericht ist, dass keine signifikanten Zusammenhänge zwischen der Anzahl der Schulformen beziehungsweise dem Alter der Differenzierung und dem Kompetenzwert bestehen'", erläuterte der ÖVP-Bildungssprecher, der die SPÖ aufforderte, diese Tatsache endlich zur Kenntnis zu nehmen.

Vielleicht stimme aber in der SPÖ einfach - wie auch bisher schon so oft - die Kommunikation unter den vielen Sprechern und Sprachrohren für die Bildungspolitik nicht. "Gestern war Wissenschaftssprecher Josef Broukal anscheinend wieder einmal Bildungssprecher, hie und da übernimmt der Parteivorsitzende diese Funktion selbst, mal ist es auch Erwin Niederwieser, Susanne Brandsteidl oder Hans Niessl", so Amon. Diese Vielzahl der Sprecher und ihre unterschiedlichen Meinungen sei zur Kenntnis zu nehmen,
"es wäre jedoch angebracht, wenn sich all diese Sprecher, bevor Panikmache und unseriöse Schlussfolgerungen verbreitet werden, über die Tatsachen informieren würden", schloss der ÖVP-Bildungssprecher.

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