MASSENKARAMBOLAGE A1: AUTOFAHRER NICHT ZUM SCHNELLFAHREN ERMUTIGEN!

KfV: Mit höheren Tempolimits werden fatale Signale ausgesendet

Wien (OTS) - "Die verheerende Massenkarambolage auf der A1 hat uns wieder einmal drastisch vor Augen geführt, dass zu hohe Geschwindigkeit - oft in Kombination mit nicht der Witterung angepasstem Fahrverhalten - die tödliche Verkehrsunfallursache Nummer eins ist", bedauert Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit. "Daher stellt sich die Frage, ob Autofahrer wirklich dazu ermutigt werden sollten, noch stärker aufs Gas zu treten und ob wir damit das Ziel des österreichischen Verkehrssicherheitsprogrammes erreichen, bis 2010 die Zahl der Verkehrstoten zu halbieren." Auch wenn nur streckenweise Tempo 160 erlaubt wird, könnte sich das auf das Fahrverhalten insgesamt auswirken. Untersuchungen in mehreren Ländern haben ergeben, dass überall, wo das Tempolimit erhöht wurde, auch mehr Unfälle passieren. Gerade auf Autobahnen wäre zu befürchten, dass sich die Fahrgeschwindigkeiten auch in jenen Abschnitten erhöhen, auf denen 160 nicht erlaubt ist. Wenn dann zwei nicht homogene Gruppen -nämlich die Schnellfahrer und die angepassten Fahrer - aufeinander treffen und auch die Wetterverhältnisse ungünstig sind, endet das fatal.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit begrüßt daher Maßnahmen wie das Vormerksystem und hofft, dass mit diesem Instrument ein Beitrag zur Bewusstseinsbildung geleistet wird.

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