AK: Ausgaben für Arbeitsmarktpolitik - Österreich Schlusslicht in Europa - 2

Wien (OTS) - Das Arbeitsmarktservice (AMS) ist infolge seiner personellen und finanziellen Unterdotierung nicht in der Lage, ausreichend aktive Arbeitsmarktpolitik zu betreiben. Im vergleichbaren Schweden verfügt die Arbeitsverwaltung über rund fünfmal soviel Mittel und rund doppelt soviel Personal für aktive Arbeitsmarktpolitik. Während in Schweden durchschnittlich acht Stunden Betreuungs- und Beratungszeit pro Arbeitsuchenden während der Dauer der Arbeitslosigkeit zur Verfügung stehen, sind dies in Österreich aus Personalmangel nur etwas mehr als zwei Stunden. Dem AMS fehlen rund 500 MitarbeiterInnen zur Verbesserung der Arbeitsvermittlung.

Mit nur 0,53 Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) für Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik zählt Österreich zu den Schlusslichtern in Europa.

Land in % des BIP in % des BIP je Prozentpunkt standardisierte Arbeitslosenrate Niederlande 0,69 1,85 Dänemark 0,36 1,58 Schweden 0,29 1,40 Belgien 0,17 1,25 Frankreich 0,14 1,25 Deutschland 0,14 1,18 Irland 0,29 1,14 Finnland 0,11 1,01 Spanien 0,08 0,87 Portugal 0,15 0,61 Italien 0,06 0,57 Schweiz 0,17 0,53 Österreich 0,13 0,53 United Kingdom 0,07 0,37

Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik, 2002
Quelle: OECD, 2004

Rückfragen & Kontakt:

Thomas Angerer
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2578
thomas.angerer@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0004