Muttonen: Scharfe Kritik an Museumspolitik

Parlamentarische Anfrage zur "Hasen-Affäre" angekündigt

Wien (SK) Die "Hasen-Affäre" sei nur ein weiterer Höhepunkt in der "Laissez-faire-Museumspolitik" von Bildungsministerin Gehrer, kritisiert SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen. "Kulturministerin Gehrer hat ihren Job offensichtlich nicht mehr im Griff: eine strategische Planung der Museumspolitik fehlt, Kontrolle ist ein Fremdwort, Sicherheitsmängel führen zum Raub der Saliera, manch ein Museumsdirektor sieht sein Haus und dessen Exponate als Selbstbedienungsladen und nun sorgt auch noch ein 'illegaler Hasen-Transport' für internationale Verwicklungen. Die zuständige Ministerin will von Defiziten, strukturellen Problemen und Versäumnissen nichts wissen und präsentiert eine 'Kuschelweich-Studie', wonach in den Museen alles in bester Ordnung sei", so die aktuelle Bestandsaufnahme von Muttonen. ****

Warnungen der Opposition, dass gerade in der Museumspolitik eine Vielzahl offener und ungeklärter Probleme bestehe, seien von der Regierung "ungehört verhallt", so Muttonen weiter. Die Museen seien in die Autonomie entlassen worden, ohne dass eine strategische Planung für klare Profile und deutliche Positionierungen der einzelnen Häuser sorge; dies hätte unter anderem eine mangelnde Koordinierung der Aktivitäten der einzelnen Museen zur Folge.

Der genehmigungslose Verleih des Exponates "Der Feldhase" durch die Albertina wachse sich zunehmend zu einer "Hasen-Affäre" aus:
Bildungsministerin Gehrer und Albertina-Direktor Schröder weisen nun jegliche Schuld von sich; die spät getroffene Entscheidung der Bildungsministerin, das Original des "Feldhasen" und vier weitere Dürer-Exponate aus Konservierungsgründen nach vier Wochen Ausstellung im Prado nach Österreich zurückzuberufen, sorgt in Madrid für massive Verstimmung. "Wir werden in einer umfassenden parlamentarischen Anfrage Auskünfte über die Hintergründe dieses Leih-Geschäftes einfordern. Konkret auch darüber, ob Ministerin Gehrer ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen ist", erklärte Muttonen abschließend. (Schluss) wf/mp

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