Bauarbeiter gegen jegliche weitere Lohnkürzungen!

Ja zu Jahresarbeitszeit mit Jahreseinkommen und Beschäftigungsgarantie

Wien (GBH/ÖGB) - Der Bundesvorstand der Gewerkschaft Bau-Holz
(GBH) bekräftigt in seiner heutigen Sitzung die Ablehnung der Gewerkschaft Bau-Holz gegen jegliche weitere Lohnkürzungen für die rund 200.000 Bauarbeiter. GBH-Bundesvorsitzender und ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer: "Eine weitere Einkommenskürzung kommt gerade für die Bauarbeiter, die alleine schon auf Grund ihrer wechselnden Beschäftigungsverläufe und Zeiten erzwungener Arbeitslosigkeit mit sehr niedrigen Durchschnittseinkommen auskommen müssen, nicht in Frage."++++

Driemer weiter: "Die Bauarbeiter wollen nicht Jahr für Jahr in die Arbeitslosigkeit delegiert werden, sie wollen arbeiten und das ganze Jahr über ein geregeltes Einkommen beziehen. Denn die wiederkehrende erzwungene Arbeitslosigkeit beschert den Bauarbeitern nicht nur wesentliche Einkommenseinbußen im aktiven Arbeitsleben, sondern auch Einbußen in der Pension. Politik und Wirtschaft müssen die nötigen Voraussetzungen für eine durchgehende Beschäftigung schaffen. Die Bauarbeiter und die Gewerkschaft Bau-Holz haben ihren Beitrag zur Möglichkeit einer Durchbeschäftigung längst geleistet: Mit der Einführung eines Jahresbeschäftigungsmodells konnte eine Verbesserung der Jahresbeschäftigung erreicht werden. Dazu haben die Bauarbeiter einen wesentlichen Teil ihres Einkommens beigetragen und damit auch die Arbeitslosenversicherung entlastet, was auch die Bauwirtschaft in einem Artikel der Wiener Zeitung vom 26.02.2005 mit ihrer Aussage von rund 550 bis 650 Euro pro Jahr bestätigt. Eine weitere Kürzung der Löhne ist für die Bauarbeiter inakzeptabel. Jetzt sind Initiativen von Politik und Wirtschaft gefragt!"

Öffentliche und private Auftraggeber müssen nach Meinung der Gewerkschaft Bau-Holz zu einer kontinuierlicheren Auftragsvergabe in der Bauwirtschaft beitragen. Dies wäre ein wesentlicher Beitrag zur Verringerung der Winterarbeitslosigkeit in der Bauwirtschaft.

Der Bundesvorstand der Gewerkschaft Bau-Holz sagt Ja zu einem Jahresarbeitszeitmodell bei Sicherung eines Jahreseinkommens mit einer Jahresbeschäftigungsgarantie und einer berufsbegleitenden Gesundheitsvorsorge. Dazu muss es eine Speicherung der geleisteten Arbeitsstunden in der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse geben, die eine individuelle Kontrolle der geleisteten Arbeitsstunden des einzelnen Arbeitnehmers ermöglicht. Der Bundesvorstand der Gewerkschaft Bau-Holz spricht sich aber ebenso deutlich gegen Lohnkürzungen und Arbeitszeitmodelle aus, die für die ArbeitnehmerInnen ausschließlich Nachteile bringen.

ÖGB, 1. März
2005
Nr. 126

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