VP-Pfeiffer: Drogenpolitik der Stadt weiterhin zahnlos

Steigerung schwer Suchgiftabhängiger um 25 Prozent

Wien (VP-Klub) - "Der Suchgiftkonsum nimmt wieder stärker zu und dennoch wurden heute zwei Antidrogenanträge der ÖVP Wien zu dessen besserer Bewältigung und Verhinderung von der absoluten SP-Mehrheit und deren grünem Anhängsel verworfen", so ÖVP Wien LAbg. Gerhard Pfeiffer nach der heutigen Sitzung des Wiener Gesundheitsausschusses.

Ein Antrag befasse sich mit Prävention durch verstärkte Maßnahmen in der Öffentlichkeit.
Dieser wurde von Rot und Grün abgelehnt. Der zweite Antrag bestehe auf einem jährlichen Bericht über die Lage in Wien, der ebenfalls nicht die Zustimmung fand.

Pfeiffer: "Anscheinend will man in der Öffentlichkeit nicht auf die Gefährlichkeit von Suchtgiften aufmerksam machen, weil man ohne entsprechende Mittel dem Phänomen Jugenddrogenkonsum hilflos gegenüber steht, aber auch kein Geld für vernünftige Maßnahmen dagegen in die Hand nehmen will."

Immer mehr Suchtgiftkonsumenten

Der Dämon Suchtgift, aber auch der Missbrauch legaler Drogen wie Alkohol und Nikotin treibe tausende junge Menschen in den Ruin und schaden der Gesellschaft als Ganzes, weil viele hoffnungsvolle und wertvolle junge Menschen dem gemeinsamen Ganzen nicht nur entzogen sind, sondern zusätzlich durch Krankheit, Elend und Kriminalität zur Last fallen. Laut Aussage des Drogenbeauftragten der Stadt Wien, Dr. Alexander David gibt es nunmehr in unserer Stadt etwa 8.000 schwer Suchtgiftabhängige und ebensoviel im Einstiegsstadium.

Pfeiffer: "Kein Wunder! Die rund 3.000 Verhaftungen von Dealern durch die Wiener Polizei im Vorjahr lassen auf einen entsprechenden Markt schließen. Der ist um 25 Prozent größer als uns bisher immer gesagt wurde. Daher habe ich auch beantragt, in Hinkunft jährlich einen Bericht über die Umsetzung des Drogenkonzeptes der Stadt Wien aus dem Jahre 1999 zu erstellen, denn entgegen einem damaligen Gemeinderatsbeschluss sind der FSW (Fonds Soziales Wien) und die verantwortlichen Stadträtinnen hier sechs Jahre im Verzug. Es ist bezeichnend, dass auch dies von den beiden linken Parteien abgelehnt wurde."

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