Der typische Hochrisiko-Boarder: Jung, männlich und draufgängerisch

Snowboarden risikoreicher als Skifahren - Professionelle Schutzausrüstung kann schwere Verletzungen vermeiden - Helm besonders wichtig

Wien (OTS) - Zwei tödlich verunglückte Snowboarder in einer Woche zeigen erneut, dass der männerdominierte Wintersport nach wie vor risikoreicher ist als Skifahren: Nicht nur die "jungen Wilden", sondern generell jeder Boarder hat ein um 20 Prozent höheres Risiko, einen Unfall zu erleiden, als ein Sportler auf zwei Brettln. Auch im Verletzungsmuster gibt es Unterschiede zwischen Skifahrern und Snowboardern: Während Skiläufer besonders im Bereich der unteren Extremitäten gefährdet sind, verletzen sich Boarder meist an Händen, Unterarmen, Ellbogen und Schultern, wenn sie instinktiv versuchen, einen Sturz abzufangen. Handgelenksprotektoren zählen demnach mit zu den wichtigsten Bestandteilen einer professionellen Snowboardausrüstung. "Außerdem gehört ein Helm zur absoluten Pflichtausstattung für Boarder", empfiehlt Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts Sicher Leben, vor dem Hintergrund, dass immerhin zwölf Prozent der verunglückten Snowboarder mit Kopfverletzungen ins Spital eingeliefert werden.

Jung, männlich und draufgängerisch: Das ist das Profil der Hochrisikogruppe unter den Boardern. Im Jahr 2003 verletzten sich laut Unfallstatistik des Instituts Sicher Leben rund 17.300 Personen beim Snowboarden auf Österreichs Pisten so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten. 58 Prozent von ihnen waren zwischen 15 und 24 Jahren alt. Mit 93 Prozent sind Einzelstürze die Hauptunfallursache. "Die jugendlichen Draufgänger unter den Snowboardern schätzen sich aufgrund ihrer Kraft und Dynamik gerne als 'gute Rider' ein. Eigentlich fehlt ihnen dazu aber oft noch eine breites Bewegungsrepertoire und die erforderliche Erfahrung. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich gerade junge Menschen schnell in gefährliche Situationen bringen", so Kisser.

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