AK: Wohnungsmieten stiegen mehr als drei mal so stark wie die Inflation im Jänner

Überaus hoher Anstieg er Mieten und Wohnkosten geht 2005 weiter - AK verlangt klare Mietzinsobergrenzen für private Mietwohnungen

Wien (OTS) - Auch im Jänner - wie schon in den Vormonaten -
stiegen die Wohnungskosten und die Mieten viel stärker als die Inflationsrate: "Während die Inflationsrate im Jänner beim Höchststand 2,9 Prozent blieb, sind die Netto-Wohnungsmieten um 9,4 Prozent in die Höhe geschnalzt", kritisiert die AK. Die Netto-Mieten seien folglich mehr als drei mal so stark gestiegen wie die Inflation, so die AK.

Die hohen Miet- und Wohnkostensteigerungen belasten die Einkommen immer stärker. Steigende Mieten treiben aber auch die Inflation wieder in die Höhe. So entfällt nahezu die Hälfte der Inflationsrate im Jänner auf die Erhöhung der Wohnkosten. Da die Mieten zusätzlich an die Inflationsrate gekoppelt sind, kommt es zu einer Inflations-Mietenspirale, durch die sich Wohnkosten und Inflation gegenseitig in die Höhe treiben.

"Schuld daran sind auch die überaus hohen Mieten im privaten Wohnungssegment", sagt die AK. Die AK verlangt daher im Zuge der Mietrechtsnovelle 2005 eine tatsächliche Mietrechtsreform. Diese enormen Mietensteigerungen dürfen nicht mehr ignoriert werden. Sie haben negative Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft: Die AK fordert deshalb bei der geplanten Wohnrechtsnovelle 2005 - endlich wirksame Mietenbegrenzungen mit klar im Gesetz definierten Zuschlägen statt des sinnlosen und ungerechten Richtwertmietsystems.

Inflationsrate
Mietenindex

Oktober 2004 2,6 Prozent 6,9 Prozent November 2004 2,6 Prozent 8,7 Prozent Dezember 2004 2,9 Prozent 10,7 Prozent Jänner 2005 2,9 Prozent 9,4 Prozent

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