KfV: PRÜFUNGSERLEICHTERUNG BEI NACHTRÄGLICHEM MOTORRADFÜHRERSCHEIN DENKBAR

Verkürzung des Theorieteils diskussionswürdig - Ergänzung der praktischen Motorrad-Ausbildung um Fahrsicherheitstraining laut KfV nötig

Wien (OTS) - "Der Vorschlag des Verkehrsministers ist durchaus diskussionswürdig", so Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), über die Überlegungen Hubert Gorbachs, B-Lenkern die Prüfung für den nachträglichen Erwerb des Motorradführerscheins zu erleichtern.

"Der größte Teil der Theorieausbildung wird unter dem Motto 'Doppelt hält besser' abgehandelt. Lenker, die bereits den B-Schein erfolgreich abgelegt und schon Fahrpraxis gesammelt haben, müssen beim nachträglichen Erwerb des A-Scheins beispielsweise nochmals lernen, wie Straßenschilder aussehen. Auf diesen Theorieteil könnte man zugunsten spezifischerer Ausbildungselemente verzichten", unterstützt Thann eine mögliche Änderung der Fahrprüfungsverordnung. "In Anbetracht der hohen Unfallrate von Motorradfahrern auf Österreichs Straßen sollte im Rahmen der Mehrphasen-Fahrausbildung der Fahrpraxis noch größere Bedeutung zukommen, etwa in Form eines weiteren Fahrsicherheitstrainings, um die Gefahren im Straßenverkehr noch besser einschätzen zu können und Motorradfahren zu einem risikoärmeren Vergnügen zu machen", verdeutlicht Thann die Position des KfV. Auch die Unfallstatistik spricht hier eine deutliche Sprache: Allein von Januar bis einschließlich November 2004 verunglückten 3.309 Biker, 97 davon tödlich. Das Risiko, bei einem Motorradunfall schwer verletzt oder getötet zu werden, ist damit um das 3,6-fache höher als bei einem PKW-Unfall.

Wien, 28.02.2005

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