Strutz: Übergang von Kindergarten in die Schule erfordert Neuregelung

Schulreferent will Startbedingungen für die Schullaufbahn verbessern

Klagenfurt (OTS) - Als einer der ersten und wichtigsten Aufgaben nennt der neue Schulreferent LHStv. Martin Strutz die Aufgabe, die Startbedingungen für die Schullaufbahn der Kärntner Schüler zu verbessern und optimaler zu gestalten. Dazu werde Strutz umgehend eine so genannte "Schnittstellenkonferenz" einberufen, wo Vertreter der Kindergärten, das Institut für Bildung und Beratung, der Verein Kärntner Kinderbetreuung sowie die Schulabteilung des Landes Kärnten mit Experten eingeladen werden, wo rasch ein Konzept ausgearbeitet werde, um ohne wesentliche bundesgesetzliche Veränderungen eine bessere Kooperation zum Wohle der Kinder ermöglicht werden solle.

Im derzeitigen Bildungssystem existieren für unsere Kinder einige Übergänge, die sich auf die Schul- und Bildungslaufbahn oft dramatisch auswirken können und so zu Bruchlinien werden, wie der Übergang vom Kindergarten in die Schule, von der Volks- in die Hauptschule oder AHS. Der wohl wichtigste Übergang für die Entwicklung der Bildungslaufbahn eines Kindes ist der Übergang vom Kindergarten in die Volksschule. "Wenn hier Schwierigkeiten auftreten, können sich diese über die ganze Schulkarriere hinziehen. Deshalb ist hier anzusetzen um optimale Startbedingungen für die Schullaufbahn zu schaffen", erläutert Strutz heute.

Die Regelung der Schuleingangsphase ist völlig neu zu überdenken. Sie entspreche nicht den Bedürfnissen der Kinder und ermögliche kaum, auf Ansprüche einzugehen und überfordere auch die pädagogischen Handlungsmöglichkeiten der Lehrer, so der Landeshauptmannstellvertreter.

Wir haben auch eine Stichtagsregelung, die nicht auf dem Entwicklungsstand der Kinder Rücksicht nehme. Derzeit entscheidet das Geburtsdatum, welche Kinder in die Schule gehen müssen bzw. können. Alle Kinder, die bis zum 31. 8. eines jeden Jahres das sechste Jahr vollendet haben, sind schulpflichtig und es werde dabei zu wenig auf den Entwicklungsstand der Kinder Bedacht genommen. Kinder, die erst nach diesem Stichtag das sechste Lebensjahr vollenden, müssen um Ausnahmen ansuchen oder noch ein Jahr warten. Es kommen also Entwicklungsreife oder von der Persönlichkeit noch nicht schulreife Kinder, in ein und dieselbe Klasse. "Diesen Zustand möchte ich ändern", erklärte der neue Schulreferent. "Die gemeinsame Schuleingangsphase in diesem Zusammenhang, die ich anstrebe, bedeutet, dass alle schulpflichtigen Kinder in einer Klasse sind, aber differenziert unterrichtet werden sollen, je nach Entwicklungsstand des Kindes".

Strutz präsentiert heute folgenden Lösungsvorschlag: Bereits im Kindergarten müsse angesetzt werden. Diese müsse einen Bildungsauftrag vermehrt nachkommen werden und das letzte Kindergartenjahr müsse eine tatsächliche Vorbereitung auf die Schule werden.
"Wir müssen ein Angebot diesbezüglich schaffen, dass allen Kindern die Möglichkeit gibt, im letzten Jahr vor Schulbeginn eine Art äquivalente Schulvorbereitung zu bekommen. Der Übergang muss fließend von statten gehen können. Aus diesem Grund werde ich die betroffenen Experten zu einer Schnittstellenkonferenz einberufen, um eine verstärkte und engere Kooperation zwischen Kindergarten und Volksschule sicher zu stellen", schloss Strutz.

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Röttig Petra
Pressereferentin LHStv. LPO Dr. Martin Strutz
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