AK: Arbeitamarktservice braucht mehr Mittel für Fachkräfteausbildung

Wien (OTS) - Das Arbeitsmarktservice (AMS) trägt zu wenig zur Abdeckung des von der Wirt-schaft behaupteten Fachkräftebedarfs bei. Dadurch wird die rasche Vermittlung von Arbeitsuchenden in vielen Fällen verhindert. Die Ursache liegt im chronischen Geldmangel für aktive Arbeitsmarktpolitik. Das AMS braucht dringend mehr Perso-nal und Geld für sinnvolle Arbeitsmarktmaßnahmen um diese Probleme beseitigen zu können.

In den letzten Jahren ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen ArbeitnehmerIn-nen ständig angestiegen. Derzeit werden bereits rund 800.000 ArbeitnehmerInnen, das ist jeder vierte Arbeitnehmer, mindestens einmal pro Jahr arbeitslos. Darunter viele FacharbeiterInnen, die bereits mit einer geringen aber qualitativ hochwertigen Zusatz-fachschulung sehr rasch wieder auf einen qualifizierten Arbeitsplatz vermittelt werden können und das nachhaltig. Billige Jobcoachingkurse des AMS können da nicht abhelfen. Es geht darum, Arbeitsuchende auf angemessene Arbeitsplätze zu vermitteln und da-durch dem von der Eirtschaft immer wieder behaupteten Fachkräftemangel abzudecken. Das AMS dagegen vermittelt in erster Linie nur in Niedriglohnbereiche wie Handel, Leih-arbeit und Tourismus. Mit mehr Personal und mehr Geld könnte das AMS schneller und zielgenauer Arbeitskräfte in zukunftsotientierte Bereiche vermitteln.

Das AMS ist infolge seiner personellen und finanziellen Unterdotierung nicht in der Lage, ausreichend Fachkurse anzubieten. Im vergleichbaren Schweden verfügt die Ar-beitsverwaltung über rund fünfmal soviel Mittel und rund doppelt soviel Personal für akti-ve Arbeitsmarktpolitik. Österreich ist mit 0,53 Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt für Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik gemeinsam mit Großbritannien und der Schweiz Schlusslicht in Europa.

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