Jaspowa - Die Messe für legalisierten Tiermord?

Der Österreichische Tierschutzverein fordert eine Neuregelung der bestehenden Jagdgesetze

Wien (OTS) - Die Messe für internationale Jagd und Fischerei
findet vom 24.Feb - 27.Feb 2005 im Messezentrum Wien statt. Dass Jagdgegner nicht nur "fanatische" Tierschützer sind, die von der Materie keine Ahnung haben, beweist nachfolgendes Zitat:

"Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit",Theodor Heuss (1884 -1963), 1. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

Die Jäger beherrschen Feld und Wald und meinen, alles und jeden niederstrecken zu dürfen und leider dürfen sie das meist auch, Haustierabschüsse müssten gemeldet werden, ganz Österreich ist ohne diesbezügliche Daten und das obwohl immer wieder Haustiere abgeknallt werden.

Der Vorarlberger Jagdverband schreibt über die Rechtfertigung des Haustierabschusses: "Allein das Beobachten von Hauskatzen im eigenen Hausgarten müsste ausreichend Aufschluss darüber geben, wie gerne diese rein instinktiv (der Hunger sollte diese wohl kaum plagen) jedes kleinere Lebewesen (vom Vogel über die Eidechse bis hin zu Schmetterlingen und Käfern) töten. Das kann so im Sinne einer ausgewogenen und nachhaltigen Erhaltung unserer wildlebenden Tierwelt auch von verständnisvollen Mitbürgern nicht einfach ignoriert werden." Kontrolliert werden die Hobbyjäger kaum und machen was sie wollen, gehen nachts mit Halogenscheinwerfern auf Katzenabschuss, schiessen auf Tiere in der Schonzeit und niemand wagt es gegen diese Lobby vorzugehen, weil ja in vielen Gemeinden die Jäger den Vorsitz haben, sie sitzen in den Landesregierungen und selbst in der Bundesregierung - allen voran Tierschutzministerin Rauch-Kallat, selbst Medien bleiben mit Monika Lindner im jagdlich grünen Bereich.

Die Jaspowa spart nicht am Rahmenprogramm: Neben lustigen Veranstaltungen wie ein Hochsitz-Bauwettbewerb, das Präsentieren der schönsten Gams-, Hirsch- usw. Bärten, werden auch mordlustige Reisen nach Afrika und Osteuropa vorgestellt.

Mehr Kontrolle, eine Neuregelung der Jagdgesetze und eine Neuaufstellung der bedrohten Tierarten und damit einhergehend eine neue Abschussregelung sind zwingend notwendig.
Der Österreichische Tierschutzverein will sich diesem Thema in Zukunft vermehrt widmen, erste Forderung: Verbot von Haustierabschüssen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag.Roman Kopfer
Österreichischer Tierschutzverein
Tel.: 01/8973346
Mobil: 0664/4521694

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