Pröll in NEWS: "Die FPÖ ist am Todestrip."

Kritik an Waltraud Klasnic, Lob für Michael Häupl

Wien (OTS) - In einem großen Interview, das im Nachrichtenmagazin NEWS morgen, Donnerstag, erscheint, übt Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll härteste Kritik an der FPÖ, insbesondere an Landeshauptmann Jörg Haider. Pröll wörtlich:

  • "Es ist schade, dass eine Reihe ernsthafter Leute in der kleinen Regierungspartei dem Treiben des Dr. Haider zusehen, dass sich eine Frau Haubner, ein Herr Gorbach, ihre Arbeit von ihm still schweigend kaputt machen lassen. Die FPÖ ist offensichtlich auf einem Todestrip"
  • "Mittlerweile wird der Lärm aus dem Süden zwar gehört, aber politisch nicht mehr registriert. Die Republik ist immunisiert gegen Jörg Haiders Getöse, der Bundeskanzler steht über diesen Dingen, das spricht für ihn".
  • Und zu den Angriffen Jörg Haiders auf die niederösterreichischen Regierungsmitglieder Ernst Strasser und Liese Prokop: "Sowohl Strasser als auch Prokop kommen aus einem guten Stall, die wissen sich zu wehren. Aber ich sage ganz offen: Es gibt einen Punkt, da heißt es: Bis hierher und nicht weiter.".

Pröll spricht sich im NEWS-Interview auch gegen Änderungen beim Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz (UVP) aus und übt sanfte Kritik an seiner steirischen Amts- und Parteikollegin Klasnic in Zusammenhang mit dem Semmering-Bahntunnel:
- "Ich warne vor einer Änderung beim UVP. Politiker sollten nicht aus Krisen heraus zur Anlassgesetzgebung greifen, Großbauvorhaben bedürfen des Einvernehmens der Bevölkerung...
- "Kollegin Klasnic sollte vorsichtig sein und solche Dinge nicht auf parteipolitischer Ebene angehen. Projektwerber beim Semmering-Tunnel ist die ÖBB, nicht der Bundeskanzler... Es soll jedenfalls niemand glauben, dass man den Rechtsstaat ausschalten kann, wohin das führt, hat man ja in Spielberg gesehen."

Pröll über den Wiener Bürgermeister Michael Häupl:
"Häupl und ich sind keine Wunderkinder, sondern praktizieren das, was normale Menschen und Politiker praktizieren sollten: Trotz unterschiedlicher Standpunkte stets im Gespräch bleiben zu können, niemals persönlich verletzend zu streiten. Dieser persönliche Umgang ermöglicht auch ein Miteinander unser beider Bundesländer in einem stabilen, kalkulierbaren Fahrwasser. So würde ich mir den Umgang politischer Exponenten auf allen Ebenen wünschen"

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