Schasching rät Gehrer zum Abschreiben bei den Kinderfreunden

Wien (SK) "Wir brauchen keine weitere Bildungskommission", so die Schulsprecherin der Österreichischen Kinderfreunde und SP-Abgeordnete Beate Schasching zu den neuesten Vorschlägen aus dem Bildungsministerium. "Die Karten liegen seit PISA endgültig auf dem Tisch und es ist offensichtlich, woran das österreichische Schulsystem krankt: zu wenig Geld, zu wenig Kooperation, zu wenig Chancengleichheit und vor allem zu wenig Reformbereitschaft von Seiten des schwarzen Bildungsministeriums. Insofern sind die Ergebnisse der Studie nichts Neues. Sie waren vorhersehbar und sind aufgrund der rigorosen Sparpolitik im Bildungsbereich hausgemacht." ****

Die Österreichischen Kinderfreunde fordern seit Jahren eine Schule, die Chancengleichheit ermöglicht und den Lern- und Lebensbedürfnissen der Kinder und Eltern angepasst ist. Eine einheitliche bundesweite Gesetzgebung für den Kindergartenbereich, Förderung der Kinder ab dem Vorschulalter, eine gemeinsame Schule der 6- bis 15-Jährigen und vor allem das Recht der Eltern auf ganztägige schulische Betreuung sind die Eckpfeiler dieser Forderungen. Mit ihrer neuen Kampagne thematisieren die Kinderfreunde auch die Stärkung der Schulpartner. Viele Eltern wissen zu wenig über ihr Recht auf Mitbestimmung an schulischen Entscheidungsprozessen. Zum Nachteil der SchülerInnen, denn Eltern kennen die Probleme und Bedürfnisse ihrer Kinder am besten. Kooperation zwischen SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen ist notwendig für eine permanente schulische Weiterentwicklung.

Eine erneute ExpertInnenrunde hält Schasching für sinnlos und rät Gehrer stattdessen zum Abschreiben bei den Kinderfreunden: "Eine neue Bildungskommission kostet nicht nur Geld, dass an den Schulen dringend benötigt werden würde, sie würde auch den Reformprozess unnötig verzögern. Wir Kinderfreunde arbeiten seit langem an der Basis des Bildungssystems. Unsere Reformvorschläge sind fertig und wurden Gehrer schon am 10. Dezember 2004 im Zuge einer Bildungsdebatte im Nationalrat übergeben. Da die Bildungsministerin immer noch keinen ernsthaften Handlungsbedarf sieht und sie offensichtlich und trotz Zukunftskommission und PISA II immer noch nicht weiß, wo der Hund im österreichischen Schulsystem begraben liegt, rate ich ihr dringend zum Abschreiben bei den Kinderfreunden. Schummeln ist in diesem Fall erlaubt!" (Schluss) ps/mm

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0013