Symposium zum Thema "Familiäre Gewalt" in St. Pölten

Schabl, Bohuslav: Nicht wegschauen, sondern helfen

St. Pölten (NLK) - Im St. Pöltener Landhaus findet heute ein ganztägiges Symposium mit dem Titel "Familiäre Gewalt - Opferschutz im Gesundheitswesen" statt. Organisiert wurde es von der NÖ Landesakademie, Bereich Gesundheit und Soziales und vom NÖ Heilpädagogischen Zentrum Hinterbrühl. Im Rahmen des Symposiums werden sowohl Referate als auch sieben verschiedene Arbeitskreise abgehalten.

"Es ist unsere Aufgabe, die schwächeren Mitglieder der Gesellschaft zu schützen und Hilfe zu leisten. In Niederösterreichs Spitälern wird das entsprechende Gesetz auch gelebt", meinte Landesrat Emil Schabl.

Landesrat Dr. Petra Bohuslav betonte, dass diese Veranstaltung bzw. dieses Thema ein "großes Anliegen" sei. Immerhin sei man immer wieder mit schrecklichen Medienberichten und Statistiken konfrontiert. "Ich bin betroffen, dass familiäre Gewalt überhaupt thematisiert werden muss, aber es ist zumindest ein gutes Gefühl, dass in Niederösterreich in diesem Zusammenhang schon viel getan wird." Dennoch bedürfe es noch einiger Änderungen und es gebe noch viel zu tun. Beide hielten fest, dass man nicht wegschauen dürfe, sondern helfen müsse.

Die NÖ Landesakademie nimmt sich des Themas "Familiäre Gewalt" bzw. "Problembelastete Familien" und "Opferschutz" bereits seit Jahren an und veranstaltet schon seit längerem Fortbildungslehrgänge für Mitarbeiter in Kinderschutzgruppen sowie Seminare für Menschen in Gesundheitsberufen. Auf diesem Weg soll Frauen, denen in der Familie Gewalt widerfährt, geholfen werden. Es wird damit ein wichtiger Beitrag geleistet, das gesellschaftliche Tabu zu diesem Thema weiter aufzubrechen und den Opfern direkt zu helfen.

Nähere Informationen: NÖ Landesakademie, 3109 St. Pölten, Neue Herrengasse 17A, Telefon 02742/294-0, www.noe-lak.at.

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