Ablehnung EU-Dienstleistungsrichtlinie im NÖ Landtag

Wiener Neustadt (OTS) - Die sozialen Dienste stehen europaweit vor neuen Herausforderungen. Die von der EU-Kommission vorgelegte Dienstleistungsrichtlinie - auch "Bolkenstein-Richtlinie" genannt -stößt weitestgehend auf Ablehnung. Selbst der NÖ Landtag beschäftigt sich in seiner morgigen Sitzung mit dieser Problematik und tritt in einer Resolution an die Bundesregierung für eine Ablehnung dieser EU-Richtlinie durch Österreich ein.

Ein Inkrafttreten würde, so befürchten die Trägerorganisationen sozialer Dienste, einen Qualitätsverlust und Lohndumping bedeuten. "Würde das umgesetzt, so könnten Anbieter sozialer Dienste in jedem EU-Land tätig werden - allerdings nach den jeweils niedrigeren heimischen Qualitäts- und Honorarkriterien. Einem Sozialabbau würde so Tür und Tor geöffnet", stellt der Präsident der Volkshilfe NÖ Ewald Sacher fest.

Die Volkshilfe NÖ ist im Rahmen der Volkshilfe Österreich Teil der internationalen Dachorganisation Solidar mit Sitz in Brüssel. Solidar koordiniert als Plattform die Anliegen der nationalen Freiwilligenorganisationen. Am vergangenen Wochenende war dieses Thema Gegenstand einer internationalen Konferenz in Remagen bei Bonn, bei der ebenfalls einhellig die Ablehnung bekundet wurde. Für die Volkshilfe NÖ nahmen Präsident Ewald Sacher und Geschäftsführer Gregor Tomschizek an dieser wichtigen Tagung teil. Präsident Sacher:
"Ich bin froh über die grenzüberschreitende einheitliche Meinung, die wir vereinbaren konnten und freue mich umso mehr darüber, dass auch der NÖ Landtag gleicher Auffassung ist."

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