AKNÖ warnt vor illegalem "Schenkkreis"

Nicht nur Initiatoren, auch Mitspieler machen sich strafbar

Wien (AKNÖ) - In Niederösterreich ist erneut ein Pyramidenspiel aufgetaucht. Zahlreiche besorgte Konsumenten aus dem Raum Krems und Umgebung haben sich bereits bei der NÖ Arbeiterkammer gemeldet. Ob "Schenkkreise" legal seien, wollen sie wissen. Die Konsumentenschützer warnen: "Schenkkreise sind Pyramidenspiele. Jeder, der hier mittut, kann viel Geld verlieren und macht sich außerdem strafbar."

Das System der so genannten Schenkkreise klingt sehr einfach und vor allem verlockend: Jeder Teilnehmer investiert eine bestimmte Summe, die er jemandem "zum Geschenk" macht. Nach geraumer Zeit soll sich dieses Geld um ein Vielfaches vermehrt haben, da man umgekehrt auch von anderen beschenkt werden soll. Im aktuellen Spiel, das zurzeit in Krems und Umgebung grassiert, muss ein Teilnehmer mit 10.000 Euro in das Spiel einsteigen. Dann muss er zwei weitere Teilnehmer mobilisieren, dieselbe Summe zu investieren. Sollte der "Schenkkreis" sich schließen, könne jeder Mitspieler so bis zu 80.000 Euro lukrieren. Doch diese Rechnung geht für die meisten nicht auf.

"Kaum Chancen, zu gewinnen"

AKNÖ-Konsumentenschützerin Dr. Eva Schreiber: "Hinter den Schenkkreisen verbirgt sich nichts anderes als ein klassisches Pyramidenspiel. Die "Erfinder" des Spiels machen das große Geld. Aber je später man in das Spiel einsteigt, umso größer ist das Risiko. In den schlimmsten Fällen bleiben jene, die das Spiel per Kredit finanziert haben, dann auch noch auf einem riesigen Schuldenberg sitzen."

Strafrechtlich verboten

Wer bei einem Schenkkreis mitmacht, riskiert nicht nur, sein Geld zu verlieren, sondern macht sich auch strafbar: Pyramidenspiele sind in Österreich nämlich seit dem 1. März 1997 nach § 168a des Strafgesetzes verboten. Der Strafrahmen beträgt dabei bis zu 6 Monate, und gibt es besonders viele Geschädigte, drohen sogar bis zu drei Jahre Haft. Konsumentenschützerin Schreiber: "Nicht nur das Initiieren, sondern auch die bloße Teilnahme an einem solchen "Spiel" ist illegal. Ich kann die Konsumenten nur davor warnen!"

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Dr. Eva Schreiber: 01/58883-1323
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