HausbesorgerInnen danken für Solidarität der MieterInnen

HGPD-Frint ortet Realitätsverlust bei Wiener FPÖ-Stadtrat Herzog

Wien (HGPD/ÖGB) - "Es ist berührend und beeindruckend, wie viel Solidarität, Zuspruch, Dank und Verständnis, wir HausbesorgerInnen in den letzten Wochen von MieterInnen und Medien bekommen haben - dafür möchten wir uns bedanken", freut sich Karl Frint, Vorsitzender der Sektion Miet- und Wohnhausbestreuung in der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD) und Betriebsratsvorsitzender bei Wiener Wohnen: "Seltsam finde ich aber wie der Wiener FPÖ-Stadtrat Johann Herzog versucht aus der Abschaffung des Hausbesorgergesetzes im Jahr 2000, an der seine Partei maßgeblich beteiligt war, politisches Kapital zu schlagen. Der Vertreter der selbst ernannten Partei des kleinen Mannes kocht sein Süppchen mit zehn Jahre altem Schnee und vergisst die kleine Frau. 80 Prozent der HausbesorgerInnen waren und sind Frauen, deren Durchschnittseinkommen 800 Euro nicht übersteigt."++++

Karl Frint ist berührt von den Erfahrungen der letzten, schneereichen Tage und Wochen: "Ob es nun die Online-Umfrage im Kurier war, wo sich mehr als 10.000 für unseren Berufsstand ausgesprochen haben, ob es der 'Krone-Artikel' zum Thema war, die Berichte in anderen Medien oder ob es die vielen persönlichen Begegnungen waren, bei denen MieterInnen die Abschaffung des Hausbesorgergesetzes kritisierten - das hat den KollegInnen Kraft gegeben, wenn sie um 5 Uhr früh Schnee schaufeln mussten."

Umso absurder findet der Gewerkschafter Frint FPÖ-Herzogs Rundumschlag: "Seit fünf Jahren kämpfen wir in der HGPD um einen Generalkollektivvertrag, der auch auf die Besonderheiten der winterlichen Gehsteigbetreuung - sieben Tage pro Woche, 6 bis 22 Uhr - Rücksicht nimmt. Der scheitert bisher an der Bereitschaft der ArbeitgeberInnen, Kollektivvertragsfähigkeit zu erlangen und in Verhandlungen zu treten." Zu Herzogs Kritik an der Stadt Wien, ergänzt Frint abschließend: "Bei der Schaffung einer Regelung für den Bereich der Stadt Wien ist in erster Linie der Politiker Herzog gefragt. Um nämlich für die Wiener GemeindehausbesorgerInnen eine Regelung zu finden, ist laut Rathausjuristen eine Zweidrittel-Mehrheit im Landtag notwendig. Es gibt daher nur zwei Möglichkeiten. Entweder man einigt sich zum Wohle der MieterInnen auf einen Zweidrittel-Beschluss oder man verhilft der SPÖ bei der nächsten Wahl zu einer Zweidrittel-Mehrheit." (kk)

ÖGB, 23. Februar 2005 Nr. 106

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