ARBÖ: LKW-Verkehr verschärfte Semesterferienstaus erheblich

ARBÖ-Analyse zeigt: Solange das LKW-Wochenendverbot nicht gilt, staut's am längsten

Wien (OTS) - Der LKW-Verkehr hat die Stauproblematik an den
letzten drei Semesterferien-Wochenenden auf wichtigen Autobahnstrecken wesentlich verschärft, geht aus der Stau-Analyse des ARBÖ-Informationsdienstes hervor. "Die längsten Staus gab es jeweils an den Samstagen bis 15.00 Uhr, solange Schwerfahrzeuge über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht und LKW mit Anhänger noch fahren durften. Ab dann ging es schlagartig weiter", fasst Thomas Haider vom Informationsdienst zusammen.

Sowohl auf der A12 Inntal-Autobahn und der A 93 um Bereich von Kufstein bis Rosenheim gab es am Samstag, den 5. Februar zwischen 9.30 und 15.30 Uhr in beide Richtungen bis zu sechseinhalb Stunden 65 bzw. 35 Kilometer lange Staus.

Auch eine Woche später, am Samstag, 12. Februar entspannte sich auf der A12 knapp nach 15.00 Uhr abrupt die Lage, nachdem es zuvor neuerliche Stauspitzen gegeben hatte.

Am Samstag 19. Februar erreichten die Staus auf der Inntal-Autobahn zwischen 12.30 und 14.30 Uhr ihren Höhepunkt.

Ein ähnliches Stau-Muster zeigte sich auf der A 14 Rheintal-Autobahn, wo sich die Lage an allen drei genannten Samstagen ab 15.00 Uhr sichtlich beruhigte, ausgenommen der 12. Februar, als sich die Staus erst gegen 17 Uhr auflösten.

Auch auf der B 179 Fernpass-Bundesstrasse war es an diesen drei Feriensamstagen mit den Riesenstaus (bis zu sieben Stunden) knapp vor 15.00 Uhr schlagartig vorbei.

"Obwohl seit über einem Jahr wegen des gleichzeitigen Semesterferienstarts in bevölkerungsreichen Ländern mit kilometerlangen Staus zu rechnen war, hat man es in Österreich verabsäumt, rechtzeitig das LKW-Wochenend-Fahrverbot auszudehnen und durch eine Trennung von Güter- und Reiseverkehr mit einer entsprechenden Ferienreiseverordnung die Situation zu entschärfen" kritisiert ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar.

Der ARBÖ fordert seit langem eine Ausdehnung der sogenannten "Ferienreiseverordnung", die derzeit nur für die Sommerurlaubszeit gilt, auf alle verkehrsintensiven Wochenenden des Jahres. Die unter dem vielversprechenden Namen "Winterferienreiseverordnung" verhängten LKW-Fahrverbote für die A10 im Bereich des Hiefler-Tunnel und für die Ausweichstrecke B159 waren nur Baustellen-Notmaßnahmen und stellen kein brauchbares Zukunftskonzept dar. Dr. Hellar: "Schluss mit dem Flickwerk. Wir verlangen vom Verkehrsminister Gorbach ist eine vernünftige Jahreslösung in Österreich".

Gleichzeitig tritt der ARBÖ für eine europaweite Koordination der Ferientermine ein. Auf europäischer Ebene voranzutreiben ist im Sinne der Verkehrssicherheit auch eine länderübergreifende Eintreibung von Verkehrsstrafen sowie entsprechende Abkommen mit den Nicht-EU-Mitgliedsstaaten.

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