Sozialistische Jugend: Wahlaltersenkung im Burgenland ist Vorzeigemodell

Wien (SK) Für Ludwig Dvorak, Vorsitzenden der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), ist der gestrige burgenländische Regierungsbeschluss zur Wahlaltersenkung auf 16 Jahre auf Landesebene ein wesentlicher Schritt in Richtung Jugendmitbestimmung. "Das Burgenland nimmt ebenso wie Wien eine Vorreiterrolle bezüglich der politischen Mitbestimmung Jugendlicher ein. Eine über 80%ige Beteiligung Jugendlicher bei den letzten Gemeinderatswahlen im Burgenland zeigt, dass Jugendliche sehr wohl daran interessiert sind, ihre Stimme abzugeben. Hier von Politikverdrossenheit zu sprechen ist gleichbedeutend mit Realitätsverweigerung", so Dvorak am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Fritz Radlspäck, Vorsitzender der SJ Burgendland, weist darauf hin, dass der Beschluss zur Wahlaltersenkung wesentlich auf die Initiative der Sozialistischen Jugend zurückgeht. Dass die Junge Volkspartei und die ÖVP nun diesen Beschluss mittragen, so Radlspäck, liege daran, dass man sich langfristig nicht gegen die Interessen der Mehrheit der Jungen stellen kann ohne die Glaubwürdigkeit einzubüßen. "Der Vier-Parteien-Beschluss belegt den unaufhaltsamen Vormarsch der Jugendmitbestimmung in der Politik. Jene, die sich noch immer gegen eine Wahlaltersenkung aussprechen, haben Angst, der Jugend jene Stimme zu geben, die ihr gebührt."

Dvorak betont abschließend die Forderung der Sozialistischen Jugend nach bundesweiter Wahlaltersenkung: "Es stimmt, dass mit der bundesweiten Wahlaltersenkung noch nicht alle notwendigen Schritte zu einer umfassenden Einbindung der Jugend in die Politik vollzogen sind. Das spricht aber als Jugendorganisation nicht gegen das bedingungslose Eintreten für dieselbe. Die Jugendorganisationen, wie zum Beispiel die JVP, die sich derzeit noch dagegen verwehren, werden wahrscheinlich am lautesten dafür schreien, wenn der Wind in der Mutterpartei sich dreht. Das Recht auf Jugendmitbestimmung muss allerdings vorher erkämpft werden. Der Sprung auf den fahrenden Zug ist purer Opportunismus." (Schluss) ah/mp

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