BUCHPRÄSENTATION IM HOHEN HAUS Neuer Lyrikband von Präsidentin Prammer vorgestellt

Wien (PK) - Zur Präsentation des Werkes "Gelinde gesagt" von
Linde Prelog lud heute die Zweite Präsidentin des Nationalrates Barbara Prammer ins Hohe Haus. An der Veranstaltung nahm ein
ebenso zahlreiches wie interessiertes Publikum teil, darunter
auch viele Abgeordnete zum Nationalrat von einst und jetzt.

Prammer meinte in ihrer Begrüßung, sie habe sich schon sehr auf diese Veranstaltung gefreut. Linde Prelog sei für alle ein
Begriff mit so vielen Bezugspunkten, dass jeder seine eigenen Assoziationen habe. Es sei stets eine große Freude, ihr
zuzuhören, wie sie mit ihrer eigenen Sprache die Dinge auf den Punkt bringt. Prelog mache sichtbar, was sonst unsichtbar bleibe, nämlich die Situation der Frau, und es sei gerade jetzt, wo diese Situation nicht leichter werde, notwendig, umso genauer
hinzusehen. Prelog betrachte das Alltagsleben mit ihrem Wortwitz
und zeige dadurch andere Blickwinkel auf, meinte die Präsidentin.

Prammer kündigte zudem an, künftig vermehrt Frauen ins Parlament bringen zu wollen, um ihnen Raum zu verschaffen "in einem Haus,
in dem es zwar immer mehr Frauen gibt, aber noch lange nicht
genug". Im Anschluss las Linde Prelog aus ihrem Buch, untermalt wurde der Vortrag durch eine musikalische Darbietung von Edith Lettner.

Linde Prelogs Lyrikband "Gelinde gesagt" enthält 26 Poeme, welche die Autorin als balladeske Märchen und andere Gereimtheiten bezeichnet. Die Bandbreite der Themen reicht dabei von der Rolle
der Frau in der Gesellschaft und ihr vermeintliches
Unterworfensein unter gesellschaftliche Zwänge, gegen welches es aufzubegehren gilt, bis hin zu Liebesgedichten. Prelog erweist
sich dabei - vor allem ob ihres unkonventionellen Schreibstils,
der in keinster Weise durch Grammatik oder Vokabular zu bändigen ist - als eine empfindsame Beobachterin menschlicher Gefühle. Sie taucht ein in intime Erlebniswelten und lotet dabei sensibel Stimmungen, Sehnsüchte und Hoffnungen aus. Es wäre aber nicht Linde Prelog, würde sie sich mit dieser Bestandsaufnahme
begnügen. Als engagierte Streiterin für die Rechte der Frau zeigt sie auch gleichzeitig auf, wohin der Weg führen müsste, um zu einem gerechteren Miteinander der Geschlechter kommen zu können.

In ihrer Lyrik beweist Prelog aber auch einen souveränen Blick
für das Detail. Für sie ist Sprache in erster Linie ein Transportmittel zur Übermittlung von Gedanken und Forderungen. Dementsprechend klopft sie, wie es Elfriede Hammerl ausdrückt,
"die Sprache auf ihre Brauchbarkeit ab, entfernt Überflüssiges, stellt um und stellt auf den Kopf, legt bloß, fügt hinzu, souverän, scharfsinnig originell - und heraus kommt eine ganz
neue, eigene Sprache, präziser als die gewohnte, leichtfüßig, reimwillig, musikalisch und umwerfend komisch."

Linde Prelog wurde 1949 in der Steiermark geboren, wo sie auch
erste Erfahrungen als Schauspielerin am Theater sammelte. Seit
den siebziger Jahren war sie auch in zahlreichen Filmen und TV-Produktionen zu sehen, so in der "Alpensaga", in "Capuccino
Melange" und im "Kaisermühlenblues". Seit 1980 tritt Prelog auch als Sängerin und Liedermacherin auf. Zudem war Prelog Mitbegründerin der Frauenkabarettgruppe "Die Menubeln" und arbeitete als Autorin für das Theater in der Drachengasse. Von Prelog liegen bis dato vier Tonträger vor, "Gelinde gesagt" ist
ihr erster Lyrikband. Das Buch ist im Verlag "Der König" erschienen, umfasst 131 Seiten und ist zum Preis von 19,80 Euro
im Buchhandel erhältlich. (Schluss)

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