LR Schwärzler: Handymasten-Sorgen der Bürger ernst nehmen

Elektrosmog-Studie im Landhaus präsentiert

Bregenz (VLK) - Im Landhaus präsentierte heute, Dienstag,
Professor Norbert Leitgeb von der Technischen Universität Graz die Vorarlberg-Ergebnisse des Pilotprojektes einer Studie über Schlafstörungen und Elektrosmog, insbesondere den Einfluss von Handymasten. Landesrat Erich Schwärzler sprach sich für die Fortführung dieser Untersuchung aus, da es bisher wenig gesicherte Erkenntnisse über die gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder gibt. "Wir müssen die Sorgen von Bürgerinnen und Bürgern ernst nehmen", so Schwärzler.

Im Rahmen des Pilotprojektes sind drei Personen in Vorarlberg untersucht worden, deren Schlafstörungen möglicherweise mit Elektrosmog in Zusammenhang stehen. Die Landesregierung hat dafür einen Beitrag von 12.000 Euro bereitgestellt. Schwärzler: "Gerade im Bereich des Mobilfunks geht die technische Entwicklung rasant voran. Es ist wichtig, in diesem Zusammenhang auch mögliche gesundheitliche Auswirkungen sorgfältig zu analysieren."

Die vorliegenden Studienergebnisse: Der Mobilfunk-Anteil am Elektrosmog war gering und die untersuchten unter Schlafstörungen leidenden Personen waren elektroempfindlicher. Aufgrund dieser Resultate ist die mittlerweile mit Finanzierung des Bundes begonnene Hauptstudie weiterzuführen.

Da die Immissionsgrenzwerte nach dem Telekommunikationsgesetz auf Bundesebene festgelegt werden, verlangt Landesrat Schwärzler, dass auf Bundesebene eine kompetent besetzte Strahlenschutzkommission zur Beratung der politischen und behördlichen Entscheidungsträger im Interesse der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger eingerichtet wird.

"Nachdem sich der Bund dankenswerterweise dem Vorbild Vorarlbergs angeschlossen hat und sich nun auch an der wissenschaftlichen Schlafstudie beteiligt, ist es notwendig, dass die Untersuchungsergebnisse der elektromagnetischen Felder von Fachleuten auf ihre gesundheitliche Auswirkungen bewertet und die neuen Erkenntnisse in einer neuen Grenzwertfestlegung berücksichtigt werden", so Landesrat

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