Matznetter: Inhaltliche Neuorientierung der Wirtschaftskammer statt Positionen für Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband wichtig

Grüne Wirtschaft will sich schwarz-grüne Option offen halten

Wien (SK) Auf die Reaktion vom grünen Spitzenkandidat Volker Plass auf sein Wirtschaftsblatt-Interview angesprochen, erwidert Christoph Matznetter, Spitzenkandidat des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes: "Hilfreich für die Auseinandersetzung wäre, wenn der Vertreter der grünen Wirtschaft vor einer Reaktion auf ein Interview dieses auch gelesen hätte." ****

Plass hätte dann nämlich festgestellt, dass Matznetter nicht nur eine rot-grüne Mehrheit im Wiener Wirtschaftsparlament für extrem unwahrscheinlich einschätzt, sondern auch, dass er eine solche Änderung nicht wegen der Position des Kammerpräsidenten, sondern eben wegen einer inhaltlichen Neupositionierung der Kammer begrüßen würde, so Matznetter. Ausdrücklich gehe aus dem Interview nämlich hervor, dass es gerade die von Plass geforderte nachhaltige Veränderung der Kammer ist, die den Charme einer anderen politischen Zusammensetzung der Wiener Wirtschaftskammer ausmachen würde, so Matznetter weiter.

Über die Funktion des Präsidenten habe Matznetter im Wirtschaftsblatt-Interview überhaupt keine Aussage gemacht. Matznetter habe nur den Vorteil einer inhaltlichen Neuorientierung der Wiener Wirtschaftskammer hervorgehoben.
Wörtlich lautet die komplette Passage zu diesem Punkt im Interview:
"WB: Ist eine rot-grüne Kammer in Wien realistisch? Christoph Matznetter: Das ist sehr unwahrscheinlich, wäre aber wünschenswert. Und ich glaube, dass das der Wiener Wirtschaft enorm gut täte. Ein Beispiel: Im Justizministerium wird eine Mietrechtsreform vorbereitet, bei der in fast enteignender Weise in bestehende Verträge eingegriffen werden kann. Und zwar zugunsten des Hauseigentümers. Das führt zum Absterben ganzer Geschäftsstraßen. Gäbe es eine andere Mehrheit, würde sich die Wiener Kammer in den Ministeriums-Kommissionen anders verhalten als eine Wirtschaftsbund-Präsidentin, die noch dazu aus dem Immobilien-Gewerbe kommt."

Gerade auch die Ansage des Wiener Spitzenkandidaten des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes, Fritz Strobl, dass die stärkste Fraktion den Präsidenten stellen soll, unterstreiche, dass es dem Wirtschaftsverband eben nicht um Funktionen, sondern um den Inhalt der Politik in der Wirtschaftskammer gehe, sagte Matznetter. Insgesamt sehe man an der Reaktion von Plass, dass es den Grünen gar nicht um Inhalte, sondern leider wieder einmal nur darum gehe, die "schwarz-grüne" Option offen zu halten. Das sollten jene grünen Wähler bedenken, die sich eine klare Distanzierung von der falschen neo-liberalen Politik der ÖVP und des ÖVP-Wirtschaftsbundes erwarten, schloss Matznetter. (Schluss) ns

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