Broukal zu Medizin-Uni: Gehrer muss einschreiten

Wieder einmal akute Geldnot - Uni-Autonomie darf nicht in Schikanen ausarten - SPÖ bietet Studierenden Rechtsschutz bei Klage an

Wien (SK) Wissenschaftsministerin Gehrer könne sich nicht auf die Autonomie der Universitäten ausreden, wenn aus Geldnot auf der medizinischen Universität Wien 100 Studierende im 5. Semester die Teilnahme an einem notwendigen Praktikum verweigert wird und diese wieder zurück an den Start geschickt werden, sagte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Gehrer macht es sich wieder einmal zu leicht", kritisierte Broukal. ****

Eine solche Vorgangsweise des Rektors der Medizinischen Universität rufe nach einer Intervention des Ministeriums, so Broukal. Denn es stelle sich die Frage, ob die Vorgangsweise auf der Universität mit den gesetzlichen Zielen im Einklang stehe. "Gehrer muss daher das Argument des Rektors, dass ihn akute Geldnot zu diesen Einschränkungen zwinge, ernst nehmen. Die SPÖ fordert die Ministerin auf, das notwendige Geld zur Verfügung stellen." Broukal kündigte in diesem Zusammenhang eine parlamentarische Anfrage an.

Sollten Studierende durch die Verweigerung, am Praktikum teilnehmen zu können, jahrelang umsonst studiert haben, dann steht ihnen nach Auffassung der SPÖ Schadenersatz zu. "Die SPÖ bietet allen Studierenden kostenlose Rechtshilfe und Rechtsberatung an", schloss Broukal. (Schluss) ns

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