Herzog: Hausbesorgergesetz war antiquierter Rechtsschrott der sozialistischen Ära!

Generalkollektivvertrag dringend gefordert!

Wien, 22-02-2005 (fpd) - Vor dem Hintergrund der medialen Berichterstattung, wonach die kontinuierliche Zurückdrängung der Hausbesorger durch die Abschaffung des sg. "Hausbesorgergesetzes" forciert wurde, stellte heute der Wohnbausprecher der Wiener FPÖ, Stadtrat Johann Herzog fest, daß diese Schlußfolgerung völlig an der Realität vorbeigehe.

Das Hausbesorgergesetz sei ein antiquiertes, den heutigen Gegebenheiten in keiner Weise entsprechendes Gesetz gewesen, das nicht zuletzt die Grundlage für einen unglaublichen Privilegienstadel in der städtischen Wohnhäuserverwaltung war.
Privilegierte Günstlinge konnten als "Hausbesorger" Einkommen von zig tausenden Schilling pro Monat erzielen, haben oftmals die Arbeit nicht mehr selbst erledigt, sondern von sich aus Hilfskräfte eingestellt.

Seit der Abschaffung des Hausbesorgergesetzes im Jahre 2000 sind die Wohnbaugenossenschaften und der größte europäische Hausherr, die Gemeinde Wien, mit der Erstellung eines Generalkollektivvertrages säumig. Ein solcher Kolletivvertrag könnte eine zeitgemäße und moderne Zusammenfassung der Rechte und Pflichten dieses Berufsstandes umfassen. Wenn diese Großvermieter dies auch wirklich wollten, wäre auf dieser rechtlichen Grundlage die Einstellung von neuen Hausbesorgern überhaupt kein Problem. Stadtrat Herzog unterstellt dem amtsführenden Stadtrat Faymann und den genossenschaftlichen Bauträgern einen Mangel an gutem Willen, da von ihrer unternehmerischen Sicht her die Verwendung von Reinigungsdiensten weit billiger kommt, als die Anstellung von Hausbesorgern.

Es wäre in dieser Frage Handlungsbedarf gegeben - die jetzigen heuchlerischen Aussagen werden das Problem nämlich mit Sicherheit nicht lösen, so Herzog abschließend. (Schluß) jen

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