Plass/Grüne Wirtschaft: Rot-Grün-Ansage Matznetters entbehrt jeglicher Grundlage

Rote Kammerpräsidenten für Grüne derzeit kein Thema

Wien (OTS) - "Bloß statt einem Schwarzen einen Roten zum Kammerpräsidenten zu machen, bedeutet noch keinen Fortschritt", weist Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft, das Liebeswerben Christoph Matznetters im heutigen 'Wirtschaftsblatt' zurück. Laut Interview möchte der Spitzenkandidat des SPÖ-Wirtschaftsverbandes in Wien und Kärnten die absolute Mehrheit des ÖVP-Wirtschaftsbundes brechen und in der Bundeshauptstadt die Wirtschaftskammer "rot-grün" machen.

"Gerade in Wien sind die Roten für uns keine Alternative, sondern ein Teil des alten Kammersystems, zu dessen Veränderung wir angetreten sind. Die SPÖ trägt Mitverantwortung dafür, dass die Wirtschaftskammer noch immer undemokratisch, aufgebläht und intransparent ist. In den letzten fünf Jahren haben wir die SPÖ-KollegInnen als Oppositionspartner schmerzlich vermisst. Offenbar waren den Herrschaften ihre Vizepräsidentenämter wichtiger als eine auf Reform zielende Politik", meint Plass.

Der SPÖ-Wirtschaftsverband müsse außerdem entscheiden, wo er politisch hin wolle: "Man kann nicht in Kärnten den Blauen schöne Augen machen und in Wien die Grünen zum logischen Partner erklären", meint Plass.

Sollte nach der Wahl die sehr theoretische Möglichkeit eines Machtwechsels unter Grüner Beteiligung in einer Landeskammer bestehen, werde alles von Verhandlungen abhängen: "Modern denkende und veränderungsbereite Wirtschaftsbündler sind für uns ebenso willkommene Gesprächspartner wie Christoph Matznetter. Unser Ziel sind jedoch nicht irgendwelche Umfärbeaktionen, sondern eine nachhaltige Veränderung der Wirtschaftskammer hin zu einer modernen, effizienten und demokratischen Interessensvertretung für alle Mitglieder", schließt Plass.

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