Dolinschek: Reiseveranstalter Delphin Touristik zahlt Konsumenten nachträglich verlangte Reisepreiserhöhung infolge von Treibstoffzuschlägen zurück

Vergleich sollte auch wegweisend für andere Reiseveranstalter sein

Wien (BMSG/STS) - Der Reiseveranstalter Delphin Touristik lenkte in einem Verbandsklagsverfahren, das der VKI im Auftrag des Konsumentenschutzministeriums geführt hat, ein und verpflichtete sich in einem gerichtlichen Vergleich, nachträglich verlangte Reisepreiserhöhungen zurückzubezahlen, berichtete heute Konsumentenschutzstaatsekretär Sigi Dolinschek.****

Dieser Vergleich sei einmal mehr ein Teilerfolg der österreichischen Konsumentenschutzpolitik. Das Instrument der Verbandsklage habe sich wieder einmal außerordentlich bewährt. So konnte durch ein einzelnes Verfahren einer Vielzahl von Konsumenten zu ihrem Recht verholfen werden. "Ich rate daher jedem Konsumenten, die Preiserhöhung direkt bei Delphin zurückzufordern. Dieser Vergleich ist aber für mich auch deswegen wegweisend, da die anderen Reiseveranstalter nunmehr ebenfalls einlenken sollten", so der Konsumentenschutzstaatssekretär.

Im Sommer 2004 stellten zahlreiche Reiseveranstalter ihren Kunden Zusatzkosten in der Höhe von 9 bis 15 Euro pro Person in Rechnung. Begründet wurde diese nachträgliche Preiserhöhung mit den gestiegenen Kerosinpreisen. Diese konsumentenfeindliche Praxis nahm das Konsumentenschutzministerium zum Anlass, die Klagsführung gegen insgesamt 7 Veranstalter einzuleiten. Ruefa anerkannte gleich nach Einbringung der Klage die Unzulässigkeit der Preiserhöhungen. Gegen zwei weitere Veranstalter - TUI und Tai Pan Touristik - ergingen vor dem Handelsgericht Wien die ersten Urteile, die dem Konsumentenschutz vollinhaltlich Recht geben: Die Preiserhöhungen stehen demnach im klaren Widerspruch zu den Vorgaben des Konsumentenschutzgesetzes und sind daher rechtlich unzulässig und unwirksam. Die Urteile sind zwar noch nicht rechtskräftig, zeigen jedoch bereits positive Folgewirkungen: Ein weiterer Veranstalter - Delphin Touristik - hat nunmehr im Gerichtsverfahren einem gerichtlichen Vergleich zugestimmt und darin die Unzulässigkeit der vorgenommenen Reisepreiserhöhung zugestanden. Weiters hat sich Delphin dazu verpflichtet, die Preiserhöhungen, die bei erfolgten Buchungen seit dem 1.6.2004 verrechnet wurden, rückzuerstatten, wenn sich die geschädigten Personen bis 31.12.2005 melden. (Schluß) bxf

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