ÖAMTC: Glätte führt zu gefährlichen Situationen

Club warnt : Bremsweg nicht unterschätzen

Wien (ÖAMTC - Presse) - "Die Glatteisbildung führt immer wieder zu gefährlichen Situationen," so Helmut Goldemund aus der ÖAMTC -Informationszentrale und appelliert den Bremsweg auf glatten Fahrbahnen nicht zu unterschätzen. "Auch Fußgeher müssen besondere Vorsicht walten lassen. Queren Sie nicht kurz vor einem heran fahrenden Auto die Straße. Bedenken Sie, dass der Lenker das Fahrzeug wegen der rutschigen Bedingungen nicht rechtzeitig zum Stehen bringen kann. Ein schwerer Unfall könnte die Folge sein", warnt der Experte des Clubs weiter.

"Wenn die Gefahr besteht, dass es rutschig ist, muss angepasste Fahrgeschwindigkeit das Gebot der Stunde sein", bestätigt Gerhald Blümel, Leiter des ÖAMTC - Fahrsicherheitszentrums Teesdorf, und hat eine Reihe von Tipps parat:

Wenn Sie als Autolenker trotz aller Vorsicht ins Schleudern kommen:

* Fuß weg vom Gaspedal, auskuppeln und vorsichtig in die gewünschte Fahrtrichtung lenken. Der Blick muss immer in die gewünschte Fahrtrichtung gehen. Eine alte Faustregel der Profis lautet: Wohin man blickt, dorthin fährt man auch.

* Bei schleuderndem Fahrzeug tritt der Lenker instinktiv auf die Bremse. Verfügt das Fahrzeug über ABS, ist das Bremsen und gleichzeitige Lenken möglich. Hat das Fahrzeug aber kein ABS, sollte während des Gegenlenkens nicht gebremst werden. "Blockierende Räder können keine Lenkkräfte übertragen. Das Fahrzeug wird daher unlenkbar", erklärt der ÖAMTC - Experte. Ist aber trotzdem eine Bremsung notwendig, weil das Fahrzeug vor einem Hindernis zum Stillstand kommen muss, ist die "Stotterbremse" anzuwenden.

"Viele Autos sind heute zwar bereits mit modernster fahrerunterstützender Sicherheitselektronik ausgestattet. Aber auch Antiblockiersysteme oder Stabilitätsprogramme können die Grenzen der Physik nicht überwinden. Das sollte man sich immer vor Augen halten", sagt ÖAMTC - Fahrsicherheitsprofi Blümel und gibt abschließend noch ein Rechenbeispiel zu bedenken :

Für die richtige Geschwindigkeit gibt es eine Faustregel: Bei besten Bedingungen kann der Autofahrer auf einer trockenen Freilandstraße 100 km/h fahren. Wenn die Fahrbahn nass ist, muss er seine Geschwindigkeit bereits um 30 Prozent reduzieren. Bei Schnee heißt es Geschwindigkeit halbieren, und bei Eis muss man 70 Prozent langsamer fahren, damit der Bremsweg unverändert bleibt. Und der kann kaum vorstellbare Ausmaße annehmen. Bei Tempo 130 beträgt der Bremsweg 435 Meter auf glatter Fahrbahn. (= 7 Min. Fußweg!) Besonders auf Brücken, Kuppen, in Waldstücken und entlang von Bächen und Flüssen sollte man äußerst vorsichtig unterwegs sein. Vorrausschauendes Fahren und das Einhalten größtmöglicher Abstände gehören ebenso zu den Grundvoraussetzungen wie sanftes Betätigen von Kupplungspedal und Bremse sowie vorsichtiges Lenken. "Zu abrupte Fahrmanöver führen zu einem Ausbrechen des Fahrzeugs", so ÖAMTC -Experte Blümel.

(Schluß)

ÖAMTC-Informationszentrale/GO

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Informationszentrale
Tel.: (01) 71199-1795
iz-presse@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAC0004