Gefahr von oben

50 Menschen müssen jedes Jahr aufgrund von herabstürzenden Dachlawinen und Eiszapfen im Spital behandelt werden - Gebäudeeigentümer haften

Wien (OTS) - Achtung bei Tauwetter: Eisbrocken verursachen Verletzungen

Schnee verbindet man oft mit Wintervergnügen: Skifahren, Eislaufen und Rodeln sind in der kalten Jahreszeit beliebte Freizeitaktivitäten. Doch wenn Tauwetter einsetzt, ist Vorsicht geboten: Dachlawinen sind keine Seltenheit! Wenn nasse, schwere Schneemassen zu Boden stürzen, kommt man meist mit dem Schrecken davon. Wenn jedoch Eisbrocken oder Eiszapfen herunterfallen, sind Verletzungen vorprogrammiert. Oft fällt man durch den Überraschungsmoment auch zu Boden: Prellungen, Muskelverletzungen und Knochenbrüche sind die Folge.

Fußgänger weniger betroffen, parkende Autos vielmehr

Die Wahrscheinlichkeit für Fußgänger von einer Dachlawine getroffen zu werden hält sich in Grenzen. "Glücklicherweise werden pro Jahr nur rund 50 Personen durch herabstürzende Schneemassen und Eisbrocken so schwer verletzt, dass sie im Spital behandelt werden müssen", so Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts Sicher Leben. Eher werden abgestellte Fahrzeuge beschädigt, da sie oft stunden- oder tagelang an einem Platz stehen. Deswegen sollten Autofahrer besonderes Augenmerk auf das Dach über dem Parkplatz legen und überprüfen, ob dieser auch sicher ist.

Gebäudeeigentümer haften bei Verletzungen

Für verletzte Personen und Sachschäden haftet immer der Hauseigentümer. Er muss dafür sorgen, dass von seinem Besitz keine Gefahr ausgeht. Das Aufstellen von Warnstangen ist dabei nicht ausreichend, kann bestenfalls als Hinweis auf Bedrohung dienen. Wenn sich gefährliche Schnee- und Eismengen angesammelt haben, müssen diese vom Eigentümer beseitigt werden.

Vorsorgemaßnahmen sind nötig

"Zur Prävention gegen Dachlawinen sind unter normalen Bedingungen Dachrinnen als Schneefänger ausreichend. Bei besonders steilen Dächern ist die Montage von so genannten Schneestoppern sinnvoll. Die Metallgitter fangen den Schnee auf dem Dach ab und verringern die Gefahr für Straßenbenützer", gibt Kisser noch einen Tipp. "Wenn sich an bestimmten Stellen des Daches immer wieder größere Mengen an Eis bilden, hilft eine Isolierung."

Wien, 22.02.2005

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