Bodensee-Literaturpreisträgerin Zsuzsanna Gahse in Bregenz

Veranstaltung des Felder-Archivs am 23. Februar

Bregenz (VLK) - Am Mittwoch, 23. Februar um 20.00 Uhr liest die Trägerin des Bodensee-Literaturpreises der Stadt Überlingen 2004, Zsuzsanna Gahse, auf Einladung des Franz-Michael-Felder-Archivs im Foyer des Theaters am Kornmarkt in Bregenz aus ihrem preisgekrönten Werk "durch und durch. Müllheim/Thur in drei Kapiteln". Der Eintritt ist frei.

Bücher aus Kleinverlagen haben es auf dem Markt schwer. Zsuzsanna Gahses "durch und durch", in der Edition Korrespondenzen in Wien erschienen, hat bereits wenige Wochen nach Erscheinen eine zweite Auflage erlebt, wurde in allen wichtigen Zeitungen und Medien einhellig positiv besprochen, stand an erster Stelle auf der Bestenliste des SWR und hat im letzten Herbst den Bodensee-Literaturpreis der Stadt Überlingen erhalten.

Ein Erzähler-Ich beobachtet von seinem Fenster aus das Geschehen in Gahses Wohnort Müllheim an der Thur: den durchziehenden Verkehr, die Ereignisse auf dem Dorfplatz usw. Das Buch ist "eine Chronik der laufenden oder fahrenden Ereignisse (...), die rasch gefangen nimmt", "ein Glücksfall, da es einerseits in unmittelbarer Nähe des Bodensees verortet ist und andererseits in gewisser Weise auch Charakteristisches, nämlich die Weltläufigkeit der Region aufnimmt", heißt es in der Laudatio von Irene Ferchl. Dabei entsteht eine "poetische Anthropologie mit Dorfplatz, ein Heimatspiel aus der globalen Steppe", schrieb Andreas Nentwich in der "Zeit" vom 19. Mai 2004.

Zsuzsanna Gahse, 1946 in Budapest geboren, floh mit ihren Eltern 1956 nach Wien. In Stuttgart ermunterte sie Helmut Heißenbüttel Ende der 70-er Jahre zum Schreiben und Übersetzen. Aus dem Ungarischen hat sie u.a. den Klassiker Petöfi, mehrere Bücher von Péter Esterházy oder Nádas übersetzt. Für ihr literarisches Debut, den Prosaband "Zero" (1983), erhielt sie den Aspekte-Literaturpreis. Weitere Werke:
"Übersetzt" (1993), "Kellnerroman" (1996), "Wie geht es dem Text. Die Bamberger Vorlesungen" (1997), "Nichts ist wie" (1999).

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