Das endlose Drama Schönbrunn. Wie viele Tote noch, Herr Pechlaner???

Wien (OTS) - Die Elefantenhaltung in Schönbrunn, ein
Prestigeobjekt von Direktor Pechlaner, ist mit dem Tod eines Tierpflegers, der eine Frau mit zwei Kindern hinterlässt, kläglich gescheitert. Zoos dieser Art, wo die Schaulustigkeit der Menge befriedigt und Kommerz über das Wohl der Tiere gestellt wird, sind abzulehnen. Tragödien dieser Art sind vorprogrammiert.

Der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT) und Tierschützer prangern seit Jahren die kommerzialisierte Exotenhaltung an. Diese ist ohne Tierquälereien nicht durchführbar. Kein herkömmlicher Zoo kann genügend Platz und Raum Wildtieren bieten.

Exoten, die in ihren natürlichen Habitaten km-weite Reviere haben und angepasste Nahrungsquellen vorfinden, werden in winzige Betonklötze kaserniert.

Tierkinder werden im heranwachsenden Alter von ihren Müttern getrennt und vom Menschen "erzogen" und müssen in vielen Fällen gebrochen werden, um Gehorsam zu erzwingen! Welche Marter, Stress und Qualen müssen Tiere dabei erdulden?

Um welchen Preis?

Der Internationale Bund der Tierversuchsgegner hat noch in Erinnerung, wie Abu öffentlich mit Schlägen drangsaliert "erzogen" wurde. Schulklassen haben das geschockt mitverfolgen dürfen.

Nun wurde im Rahmen des Erziehungsprogramms der Jungbulle systematisch von der Herde abgesondert. Jeder weiß es längst:
Bullenhaltung ist ohne Tierquälerei dauerhaft unmöglich und wird sich rächen.

Auch die 5 Mill. Euro(!) Steuergeld zur optimalen Sicherheit im Elefantenhaus wurden sinnlos verpulvert. Dank Zoodirektor Pechlaner.

Der Tod der Leitkuh vor einigen Tagen - nach 41-jähriger Haft in Beton - ist für die Herde ein dramatischer Umbruch, der erst von den Tieren verarbeitet werden muss. Dieser Umstand wurde von den Zooleuten aber als beherrschbar dargestellt.

Trotzdem wurde flott mit Mutter- und Kontaktentzug "weitererzogen" !!!!! Ergebnis: Ein (weiterer) Toter.

Wie viel fehlender Sachverstand und Tierquälereien werden weiterhin mit Steuergeldern finanziert? Nur unter Pechlaners Regentschaft hat es Tote und wiederholt Schwerverletzte gegeben.

Und der IBT erinnert weiter:

Zoodirektor Pechlaner und seine OZO - Getreuen haben den Safaripark Gänserndorf zu Unrecht in der Öffentlichkeit als Sicherheitsrisiko dargestellt und keine Gelegenheit versäumt, die dortige Tierhaltung herabzusetzen und damit diesem den letzten Todesstoß versetzt.

Auch Pechlaners Negativkommentare über den Wr. Tierschutzverein schlagen in die gleiche Kerbe. Zoos haben künftighin nur dann eine Existenzberechtigung, wenn diese sukzessive in Retirementstationen umgerüstet werden, um für von Menschen denaturierten Tieren ein Leben ohne Qualen zu ermöglichen.

Der IBT fordert Minister Bartenstein auf, Steuergelder für überholte Zookonzepte einzustellen. Der IBT fordert Minister Bartenstein auf, die Staatsanwaltschaft zur Klärung des Sachverhalts (2 Tote und mehrere Verletzte in jüngster Zeit) einzuschalten. Der IBT fordert Minister Bartenstein auf, in Schönbrunn personelle Konsequenzen zu ziehen.

Rückfragen & Kontakt:

Gerda Matias, Tel.: 0676/600 30 47
http://www.tierversuchsgegner.at
Gerda Matias ist Initiatorin des Tierschutzvolksbegehrens,
Präsidentin des Internationalen Bundes der Tierversuchsgegner (IBT),
des Verbandes der Österreichischen Tierschutzvereine (VÖT) und der
Bundeszentrale der Tieversuchsgegner Österreichs (BZ)

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