Österreich 1: Programmänderung in memoriam Harald Szeemann

Wien (OTS) - In memoriam Harald Szeemann wiederholt "Diagonal -Radio für Zeitgenossen" am Samstag, den 26. Februar (17.05 Uhr, Ö1) eine Sendung vom Mai 2003: "Zur Person: Harald Szeemann - Das Glück, Ausstellungsmacher zu sein" wurde von Dorothee Frank, Wolfgang Kos und Ines Mitterer gestaltet.

Der Schweizer Kunsthistoriker Harald Szeemann, der vergangene Woche gestorben ist, war einer der namhaftesten Ausstellungsmacher der Welt. Er war einer der ersten jener Kuratoren, die im Kunstbetrieb des späten 20. Jahrhunderts mindestens so berühmt und einflussreich wurden wie die Künstler. Der Ultraindividualist und Generalist nannte als Arbeitsprinzipien: "Ich liebe stets mehrere Dinge gleichzeitig", "Jeden Tag eine neue Idee", "Für ein Museum der Obsessionen als Ort im Kopf".

Bekannt wurde Szeemann, als er 1969 mit der Schau "Wenn Attitüden Form werden" zum ersten Mal in Europa die Künstler des Minimalismus und der Concept Art präsentierte. Die von ihm kuratierte und damals umstrittene "documenta 5" von 1972 gilt bis heute als Qualitätsbarometer. Mit dem Begriff "Individuelle Mythologien" gelang es Szeemann, einer Kunstströmung einen einprägsamen Namen zu geben. Es folgten sehr persönliche Großausstellungen, die Kunst und Kulturgeschichte auf neue Art verknüpften: "Junggesellenmaschine", "Monte Verita" und "Der Hang zum Gesamtkunstwerk". 1997 und 1999 war er künstlerischer Direktor der Biennale von Venedig. In Österreich zeigte er zuletzt 2003 in der Ausstellung "Blut und Honig" Kunst aus dem Balkanraum.

Mehr zum Programm von Österreich 1 im Internet unter http://oe1.ORF.at .(hb)

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