VP-Salcher: Mailath-Pokorny muss Konsequenzen aus RH-Bericht zur Kunsthalle ziehen

Kulturstadtrat und Kunsthallen-Direktor halten sich wechselseitig für großartig

Wien (OTS) - Wien (VP-Klub) "Dass der Wiener Kulturstadtrat den Direktor der Kunsthalle, Gerald Matt, verteidigen wird, war klar. Die massive Kritik des Rechungshofs an der Veröffentlichung falscher Besucherzahlen der Kunsthalle Wien nimmt Mailath-Pokorny also gelassen zur Kenntnis. Kein Wunder: Vor zwei Wochen noch hat der Direktor der Kunsthalle in einem Profil-Artikel den Kulturstadtrat als ´einen der erfolgreichsten der Geschichte´ bezeichnet und ihm Rosen gestreut. Was wir hier beobachten können, ist eine gegenseitige Verteidigungsstrategie, die aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass sowohl im Ressort Mailath-Pokorny als auch laut jüngstem Rechnungshof-Bericht bei der Kunsthalle Einiges schief läuft", sagt heute der ÖVP Wien Kultursprecher, LAbg. Andreas Salcher.

Die geschönten Zahlen, die Hauptkritik des Rechnungshof-Berichts, sind durch die im Jahr 2000 eingeführten "Sponsorenkarten" entstanden. In Kooperationsverträgen werden anderen Veranstaltern und Unternehmen Kartenkontingente zur Verfügung gestellt. Alle diese Karten wurden in die Besucherstatistik aufgenommen, auch dann, wenn gar kein Besucher kam. "Sponsorenkarten sind, wie Stadtrat Mailath-Pokorny richtig erkannt hat, eben Tickets und keine Besucher. Das macht einen großen Unterschied. Und dass der Kulturstadtrat in diesem Zusammenhang den Rechnungshof-Bericht lediglich zur Kenntnis nimmt und über Konsequenzen nicht einmal nachdenkt, zeigt von der unglaublichen Arroganz einer abgehobenen sozialistischen Kulturverwaltung. Eines steht fest: Die Meinungen über den Kulturstadtrat und den Direktor der Kunsthalle sind geteilt. Sie selbst halten einander für großartig und werden auch nicht müde, sich das gegenseitig zu bestätigen. Führende österreichischen Kunstschaffende, die Medien und auch der Rechnungshof sehen ihre Tätigkeiten allerdings sehr viel kritischer", so der VP-Kultursprecher abschließend.

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