Bildungszertifizierung wird konkret: Zertifikat für Unternehmen ab April 2005 zu erwerben

Sozialpartnerschaftliche Initiative zur Förderung der betrieblichen Aus- und Weiterbildung in allen Branchen - IT-Branche mit Vorreiterrolle

Wien (PWK125) - Ab dem 2. Quartal 2005 können Unternehmen, die in die Qualität der Mitarbeiterbildung investieren, das Bildungszertifikat erwerben. In Wien konstituierte sich jüngst die künftig für die Vergabe der Zertifikate und Zulassung der Auditoren zuständige Kommission: Ihr gehören mit Paul Michal, Elke Reichel, Eva Angerer, Kurt Seipel, Johann Steszgal und Kurt Winkler Vertreter der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), konkret des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie, kurz UBIT, und der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) an.

Das Bildungszertifikat ist österreichweit gültig und dokumentiert die Bereitschaft der Unternehmen und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine aktive Rolle im Prozess des lebensbegleitenden Lernens verantwortungsvoll wahrzunehmen. Die Erlangung des Bildungszertifikats ist selbstverständlich freiwillig. Sie wird für Unternehmen, die eine entsprechende Größe und Personalentwicklung aufweisen, empfohlen. Um das Zertifikat für Bildung zu bekommen, müssen klar definierte Anforderungen erfüllt sein.

Paul Michal, Sprecher der Berufsgruppe "Informationstechnologie" im Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie der WKÖ, wurde zum Vorsitzenden der Bildungszertifizierungs-Kommission gewählt. Er führt zur Vorbildwirkung des Bildungszertifikats für Unternehmen aus: "Damit dokumentieren Unternehmen, dass Bildung als Wettbewerbsfaktor einen hohen Stellenwert für das Unternehmen selbst, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für den Standort Österreich hat." Elke Reichel, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten(GPA) und auch stellvertretende Vorsitzende der neuen Kommission, über den Nutzen des Bildungszertifikates für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, konkret in der IT-Branche: "Für sie bedeutet das Bildungszertifikat, dass in jenen Unternehmen, die ein solches zuerkannt bekommen haben, lebensbegleitendes Lernen einen hohen Stellenwert besitzt. Es wird damit die Zugangsmöglichkeit zu strukturierter Aus- und Weiterbildung auf betrieblicher Ebene sicher gestellt, beginnend mit Einführungsprogrammen für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, klaren Schulungsplänen für alle Rollen und Funktionen im jeweiligen Unternehmen und regelmäßigen Auffrischungsschulungen bis hin zu dokumentierten Feedbackmöglichkeiten zu Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen durch die Angestellten - Dinge, die besonders in der IT-Branche zur Erhöhung der Arbeitsplatzsicherheit am Standort Österreich durch die dokumentierte Qualifizierung der Beschäftigten wesentlich sind." Das - dokumentiert durch die Sozialpartner - sei ein herzeigbarer Erfolg, "dem hoffentlich auch andere Branchen folgen werden", so Reichel und Michal unisono. Denn die Bildungszertifizierung steht Unternehmungen aller Branchen zur Verfügung.

Interessierte Unternehmen sowie Auditorinnen und Auditoren können sich ab März auf der Webseite www.bildungzertifizierung.at ausführlich informieren. (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband UBIT
GF Mag. Dieter-Michael Grohmann
E-Mail: ubit@wko.at
Internet: http://wko.at/ubit

Gewerkschaft der Privatangestellten
Mag. Martin Panholzer
Tel. (01) 313 93-511
E-Mal: martin.panholzer@gpa.at
Internet: http://www.gpa.at

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