ÖAMTC: Bei Grippe Hände weg vom Steuer

Eingeschränkte Fahrtüchtigkeit erhöht Unfallgefahr

Wien (ÖAMTC-Presse) - Derzeit sind allein in Wien mehr als 13.000 Erwerbstätige an Grippe erkrankt. Der ÖAMTC hat festgestellt, dass trotzdem 25 Prozent der grippekranken Autofahrer mit dem Fahrzeug unterwegs sind. Der ÖAMTC-Verkehrsmediziner Raimund Saam warnt Autofahrer, die an Grippe erkrankt sind, ihr Fahrzeug zu lenken. "Durch die Krankheit ist die Fahrtüchtigkeit erheblich eingeschränkt und die Unfallgefahr steigt überproportional", so der ÖAMTC-Verkehrsmediziner.

Schon ein Hustenanfall kann einen grippekranken Autofahrer in eine lebensbedrohliche Situation bringen. "Bei 50 km/h fährt er hustend 20 Meter im Blindflug", sagt Saam. Durch Schnupfen und das vermehrte Augentränen verschlechtert sich auch die Sehfähigkeit, sodass andere Fahrzeuge oder Hindernisse oft zu spät wahrgenommen werden. Dazu kommt, dass durch Fieber die Reaktionsfähigkeit um mehr als das Doppelte verlängert wird, was besonders die Gefahr eines Auffahrunfalles erhöht. Neben einem deutlichen Nachlassen der Aufmerksamkeit tritt auch eine raschere und verstärkte Ermüdung auf, die vor allem bei längeren Autofahrten lebensbedrohlich wird. Die Anreise zum Schiurlaub sollte man deshalb keinesfalls grippekrank antreten.

Auch Medikamente können keine Abhilfe schaffen. Im Gegenteil, sie verschlechtern die Fahrtüchtigkeit noch zusätzlich. Grippemittel haben oft eine dämpfende Wirkung auf das Gehirn und schränken die Reaktionsfähigkeit noch mehr ein. Auch bei fiebersenkenden Medikamenten verbessert sich die Gehirnleistung nicht. Außerdem sollte jeder Autofahrer darauf achten, dass er nur gesund sein Auto lenkt, weil er sonst bei einem Unfall erhebliche rechtliche Probleme bekommen könnte.

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ÖAMTC-Pressestelle/Claudia Kesche

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