Lawinen-Risiko-Check mit Snowboard-Profi Mini Karpf

Interview mit Mini Karpf, Teammitglied im ratiopharm snowboard team und Experte in Sachen Lawinen-Risiko-Check

München (OTS) - Anmoderation:

Nach den heftigen Schneefällen in den vergangenen Tagen herrscht in den Skigebieten weiterhin erhebliche Lawinengefahr. Das Freeriden macht für viele Wintersportler den grössten Reiz aus, birgt aber auch das höchste Risiko, verschüttet zu werden. Gerade beim Fahren abseits der Piste steigt das Risiko, verschüttet zu werden. Snowboard-Freestyle-Profi Mini Karpf vom ratiopharm snowboard team erklärt wieso und gibt wichtige Tipps für einen Lawinen-Risiko-Check.

Frage 1: Was ist eigentlich eine Lawine und wie kommt es zu einem Abgang?

O-Ton: Unter dem Begriff Lawine kann sich wahrscheinlich jeder etwas vorstellen. Tatsächlich sind es einfach Schneemassen, die unkontrolliert den Berg herunterkommen, verursacht mit Sicherheit durch Hangneigung. D.h. starke Hangneigungen sind dazu prädestiniert, daß Lawinen losgehen.

Grundsätzlich, jetzt, wenn man aus dem Fenster schaut oder Nachrichten gesehen hat, weiß man, daß in den Alpen extrem viel Schnee gefallen ist, in der letzten Zeit, verbunden mit einigem Wind, der oben in den Alpen, als o in den Bergen geweht hat und diese Mischung ist natürlich tödlich.

Frage 2: Wie viele Warnstufen gibt es und wo informiert man sich am besten, um die Lage einzuschätzen?

O-Ton: Es gibt fünf Lawinenwarnstufen, die in jedem Skigebiet auf Anzeigetafeln unten angegeben sind. Vier und Fünf sind eigentlich die Stufen, bei denen man grundsätzlich überhaupt gar nicht in ein Tiefschneegebiet geht, das heißt, sich von der Piste wegbewegt. Drei ist allerdings auch schon die Stufe, wo man jedem abraten würde, wirklich Tiefschnee fahren zu gehen und bei Stufe 1 oder 2 ist es durchaus möglich, dann Tiefschnee fahren zu gehen. Momentan kann man davon ausgehen, daß es sich eben in einem Bereich 3 - 4 - 5 aufhält. Also, es gibt Lawinen-Checklisten. Wir vom ratiopharm snowboard team haben auch eine (Lawinen-Checklisten ) herausgebracht. Die gibt's aber auch in Skigebieten, wo sie auch ausgehändigt werden. Dort werden die einzelnen Lawinenstufen noch mal näher aufgeführt, d.h. man kann sich genau informieren, was die jeweilige Stufe bedeutet und wo die Gefahrenzonen in dem jeweiligen Gebiet liegen, was ja auch immer (noch) unterschiedlich ist. Also darüber sollte man sich auch informieren.

Frage 3: Welche Aspekte dieser Checkliste sind für Dich am Wichtigsten und was kannst Du uns zum Thema Ausrüstung mit auf den Weg geben?

O-Ton: Also, die Checkliste besteht eigentlich zuerst einmal darin, dass ich mich informiere: Sollte ich heute überhaupt Freeriden gehen oder sollte ich nicht Freeriden gehen. Das Zweite ist, wenn ich mich entschieden habe: ich gehe raus und traue mir das zu, dann sollte ich auf jeden Fall meine eigene Ausrüstung checken. Das fängt an bei einem Lawinen-Piepsgerät, das heißt mit dem man gefunden werden, aber auch suchen kann. Des weiteren eine Sonde, falls ich jemanden orte, dass ich ihn im Schnee sondiere und die Person tatsächlich ausmache. Zudem eine Schaufel, um gegebenenfalls, falls es soweit kommen sollte, dass jemand verschüttet ist, ich denjenigen dann ausgraben kann. Und was zu der Ausrüstung tatsächlich dazu gehört, könnt ihr auf der Lawinen-Checkliste vom ratiopharm snowboard team nachschauen. Die könnt ihr bestellen unter der Website www.ratiopharmsnowboardteam.com.

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Originaltext: ratiopharm snowboard team

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