Kuntzl zu Rauch-Kallat: Unwürdige Bittsteller-Rolle beenden

Interventionsstellen ausbauen und langfristig absichern

Wien (SK) Als "erschreckend und bedrückend" bezeichnete am Freitag SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl die aktuell veröffentlichten Zahlen der Wiener Interventionsstellen gegen familiäre Gewalt. "Es ist absolut unverständlich, dass bei steigenden Opferzahlen die finanzielle Absicherung der Interventionsstellen immer ungewisser wird. Ihre unschätzbar wertvolle Arbeit muss auf solide Beine gestellt werden, um die flächendeckende Betreuungsarbeit aufrecht erhalten zu können." Kuntzl forderte die zuständige Ministerin Rauch-Kallat auf, "endlich die Interventionsstellen von ihrer Bittsteller-Rolle zu befreien". ****

Seit 2001 hat sich die Zahl jener Opfer, die von der Wiener Polizei an die Interventionsstellen überwiesen wurden, verdoppelt. "Viele Opfer bitten erst nach langem Leiden bei der Polizei um Hilfe. Es muss sichergestellt sein, dass für zumindest diese Menschen Betreuungsplätze vorhanden sind und sie nicht wieder in die Gewaltsituation zurückkehren müssen. Unter sozialdemokratischer Regierungen wurden die Interventionsstellen ausgebaut, nun müssen die Einrichtungen versuchen, sich von einem Jahr ins andere zu retten." Kuntzl forderte Frauenministerin Rauch-Kallat auf, "Nicht allein den Status Quo "durch Almosen und Notlösungen" aufrecht zu erhalten. "Im Gegenteil, allein der Ausbau der Standorte und eine mehrjährige, zuverlässige Finanzierung wird der Leistung der Interventionsstellen gerecht," so Kuntzl abschließend. (Schluss) ps/mm

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