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Auer: Ländliches Wegenetz ist Stiefkind der blau-roten Koalition

Kärnten beim Straßennetz eine Entwicklungsland - Zukunftsfonds für ländliche Infrastruktur öffnen

Klagenfurt (OTS) - Wie schlecht es mit Kärntens ländlichem Wegenetz bestellt ist, zeigt eine aktuelle Statistik der Agrartechnik-Abteilung des Landes Kärnten, wonach etwa 1.600 Kilometer Güterwege für Sanierungen vorgemerkt sind. "Kärnten hat österreichweit die desolatesten Straßen. Die Bewohner in den entlegenen Talschaften sind enorm benachteiligt", ärgert sich der Metnitzer Nationalratsabgeordnete Klaus Auer und führt weiter aus:
"Kärnten hat auch den höchsten Anteil an Schotterstraßen. Erst rund 60 Prozent der Güterwege sind asphaltiert, da sind wir gegenüber anderen Bundesländern nahezu ein Entwicklungsland!"

Auch in der Finanzierung des ländlichen Wegenetzes zeichnet sich keine Besserstellung ab. Noch im Wahlkampf haben die Freiheitlichen eine hundertprozentige Förderung propagiert. Für den zuständigen Agrarreferenten, Landesrat Martinz, wurden die Mittel aber jetzt sogar gekürzt und der von der Koalition beabsichtigte Regionalfonds ist noch immer nicht dotiert. Er sieht noch dazu eine höhere Kostenbelastung für die Gemeinden und die Straßenbenützer vor. "Das ist eine Schlechterstellung und daher unzumutbar", kritisiert Auer.

Die Bautätigkeit ist seit Beginn der blau-roten Koalition stark zurückgegangen und damit wird der Sanierungsbedarf immer größer. Auer schlägt daher vor, den Zukunftsfonds für die Sanierung des ländlichen Wegenetzes anzuzapfen: "Unvorstellbare 200 Mio. Euro werden für die weit über eintausend desolaten Wegprojekte benötigt. Das kann nur mit einer kräftigen Finanzspritze passieren." Mit dem Zukunftsfonds könnte sogar das gesamte ländliche Wegenetz zu hundert Prozent von der öffentlichen Hand finanziert werden. "Eine krasse Benachteiligung für die Bewohner des ländlichen Raums und für die ohnehin strapazierten Kassen der Landgemeinden hätte damit endlich ein Ende. Diese Investition in die lebensnotwendige Infrastruktur wäre enorm wichtig für die Zukunft der regionalen Entwicklung", so Auer abschließend.

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