"Josefstadt"-Stiftung steht spätestens zu Ostern

Wien (OTS) - Die von politischer Seite seit Jahren betriebene Umwandlung der autonom agierenden "Josefstadt"-Ges.m.b.H. in eine Stiftung wird in den nächsten Wochen vollzogen. Das erklärt Wiens Kulturstadtrat Mailath.Pokorny in einem Gespräch für die morgen erscheinende NEWS-Ausgabe. Das Vertragswerk ist fertig, es geht nur noch um juristische Feinabstimmung. Das Theater in der Josefstadt wird dann von einem dreiköpfigen Stiftungsvorstand geleitet, zusammengesetzt aus je einem Vertreter der Subventionsgeber Stadt und Bund und einem "Josefstadt"-Präsidenten, der in Abstimmung mit dem Haus bestellt wird. Der Stiftungsvorstand wird dann auch direkt den neuen Direktor bestellen, der bis Sommer ernannt sein soll. Die Ges.m.b.H. (bestehend aus aktiven und ehemaligen "Josefstadt"-Direktoren respektive deren Witwen) gelangte zu großer Bekanntheit, als sie mit ihrem Aufsichtsrat vor einem Jahr den von den Politikern installierten Direktor Hans Gratzer ab- und Alt-Direktor Lohner wieder einsetzte. Lohner bleibt bis Ende der Saison 2005/06.

Nach verbindlicher NEWS-Information soll die Stiftung spätestens zu Ostern stehen. Mit ihr soll die Politik auch eine langfristige Subventionszusage tätigen. Für die Bestellung des neuen Direktors soll es diesmal weder eine Ausschreibung noch eine Findungskommission geben. Für das Amt steht laut NEWS der Schauspieler Herbert Föttinger, der Kandidat der scheidenden Gesellschafter, bereits fest. Die Personalie sei laut Information aus dem inneren Kreis der Entscheidungsträger Bedingung für die Zustimmung zur Auflösung der Ges.m.b.H. gewesen. Die Politiker bestreiten allerdings jede Vorabsprache und verweisen auf die Autonomie des Stiftungsvorstandes.

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