Gorbach: Deutschkenntnisse sind für Integration unumgänglich

Wien (OTS) - "Studiert man die PISA Studie im internationalen Vergleich so ist deutlich erkennbar, dass Österreich das Land mit dem höchsten Anteil an Migrantenkindern im Pflichtschulbereich ist. Es geht nicht darum, die vorhandenen Probleme auf die ausländischen Kinder zu schieben. Aber es muss klar festgehalten werden, dass mangelnde Deutschkenntnisse sicherlich bei Migrantenkinder häufiger auftreten als bei österreichischen Pflichtschülern mit deutscher Muttersprache. Es ist kein Zufall, dass Finnland mit einem Ausländeranteil von nur 2%, an der Spitze der PISA-Studie liegt", argumentierte Vizekanzler Bundesminister Hubert Gorbach heute anlässlich der Diskussion um die Integrationsvereinbarung.

"Ich weise die Kritik der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) in der österreichischen Ausländer- und Menschenrechtspolitik schärfstens zurück. Insbesonders die Zweifel an der Sinnhaftigkeit der verpflichtenden Deutschkurse sind damit zu entkräften, dass unbestritten die Landessprache den wesentlichen Teil der Integration darstellt. Die österreichische Regierung ist daher auf dem richtigen Weg, die Integrationsvereinbarung zu ändern. Es sollen wirklich diejenigen zu Deutschkursen verpflichtet werden, die bei uns leben und arbeiten. Erfahrungsgemäß sind nur verpflichtende Kurse mit pädagogisch hohem Niveau zielführend. Bisher sind die Kurse trotz Kostenbeteiligung des Bundes und hoher Qualität des Angebotes nicht im erforderlichen Ausmaß von den Migranten angenommen worden", so Gorbach abschließend.

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