GPA verlangt von BA-CA-Vorstand die Einhaltung von Verträgen

GPA unterstützt alle Schritte der Beschäftigten und des Betriebsrates bis hin zum Streik

Wien (GPA/ÖGB) - "Der Betriebsrat der Bank Austria-Creditanstalt erwies sich in allen bisherigen Verhandlungen mit dem Vorstand als jene Kraft, die im Interesse der Mitarbeiter und damit letztendlich auch im Interesse der Bank agiert hat. Die Rolle des Vorstandes, Verträge einseitig zu verändern, bleibt hingegen fragwürdig und eigentlich einer Bank unwürdig", so Wolfgang Katzian, gf. Vorsitzender der GPA.++++

Der Konflikt in Österreichs größter Bank, der Bank Austria-Creditanstalt, wurde durch den einseitigen und überraschenden Verbandswechsel, vom Sparkassen- in den Bankenverband, durch den BA-CA Vorstand am 12. Oktober 2004 ausgelöst. Mit diesem gezielten Schritt wollte man den Sparkassenkollektivvertrag und alle bankinternen Betriebsvereinbarungen außer Kraft setzen. Der BA-CA Vorstand dürfte sich allerdings seiner Sache selbst nicht mehr so sicher sein, ist ihm doch kurz vor Weihnachten der Bankenverband mit einem OGH-Antrag auf Feststellung der Anwendung bzw. Nichtanwendung des Sparkassenkollektivertrages zur Hilfe geeilt. "Dass sich ein ganzer Verband derart an der Verschlechterung von Arbeitsbedingungen beteiligt und die Flucht aus Vereinbarungen unterstützt, ist einzigartig in der österreichischen Sozialpartnerschaft", betont Katzian.

Der Betriebsrat war zu jeder Zeit zu Verhandlungen für ein neues, modernes aber gleichzeitig auch gerechtes und ausgewogenes Paket bereit. Nachdem die Verhandlungen bis zum 15. Februar zu keinem Ergebnis geführt haben, ist nun jedoch die Belegschaft am Zug. Diese hat ein Recht darauf, über den Verhandlungsstand im Detail informiert zu werden.

"Die Beschäftigten und mit ihnen der Betriebsrat der Bank Austria-Creditanstalt kann sich der vollen und bedingungslosen Unterstützung bis hin zum Streik durch die GPA gewiss sein. Die GPA steht an der Seite der BA-CA Beschäftigten - die Beschlüsse der Betriebsversammlung am kommenden Montag sind umzusetzen", so Katzian abschließend.

ÖGB, 16. Februar
2005
Nr. 93

Rückfragen & Kontakt:

GPA
Mag. Robert Böhm
Telefon: (01) 313 93-379
Mobil: 0676/817 111 379
eMail: robert.boehm@gpa.at
http://www.gpa.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001