Wurm: "Wohlstandsbilanz" für Frauen nach 5 Jahren Schwarz-Blau

Wien (SK) "Die Chancen, ein eigenständiges Leben zu führen, werden für Frauen seit der ÖVP-FPÖ Regierung zusehends schlechter", bezog sich SPÖ-Nationalratsabgeordnete Gisela Wurm am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst auf die hohe Frauenarbeitslosigkeit, die schlechte Einkommenslage und die mangelnden Zukunftsperspektiven für Frauen. "Immer mehr Frauen haben kein Einkommen aus eigener Erwerbstätigkeit", stellte Gisela Wurm fest. "Die Armutsgefährdung bei Frauen nimmt dementsprechend dramatisch zu", so Wurm. ****

Insgesamt sind 1,044.000 ÖsterreicherInnen armutsgefährdet, das entspricht 13,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Weit über 300.000 Menschen sind von akuter Armut betroffen (Bericht zur Sozialen Lage 2003-2004 des Sozialministeriums). Die Sozialbedarfserhebung in Tirol ergab bereits 2003, dass 21 Prozent aller Personen in Tirol armutsgefährdet sind, das sind 23 Prozent aller Haushalte. Besonders gefährdet: Alleinerzieherinnen.

Wurm: "Vermögen ist seit Schwarz-Blau ungerechter verteilt als jemals zuvor - die Reichen werden reicher - die Armen ärmer". So besitzen 10 Prozent der Bevölkerung 70 Prozent des Vermögens, während die restlichen 90 Prozent gerade einmal über das restliche Drittel verfügen (Bericht zur Sozialen Lage 2003-2004 des Sozialministeriums).

"Mit 30 Prozent Einkommensunterschied bei Frauen- und Männergehältern ist Österreich nunmehr Schlusslicht in Europa", klagt Wurm. Der jüngste Beschäftigungsbericht der EU-Kommission hat Österreich eine Rüge wegen "unzureichender politischer Anstrengungen" zur Verkleinerung der Einkommensschere eingebracht. Die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen betragen mehr als 30 Prozent.

"Bildungspolitische Maßnahmen für Frauen fehlen völlig". Durch die Einführung der Studiengebühren hätten sich die Bildungschancen für Frauen dramatisch reduziert, so Wurm. "Ich fordere für Frauen Bildungsoffensiven und freien Bildungszugang, Arbeitsmarkt fördernde Maßnahmen, Geld für Frauen- und Mädchenberatungsstellen, Reform des Kinderbetreuungsgeldes und Einführung einer eigenständigen Alterssicherung für alle Frauen", so Wurm abschließend. (Schluss) up/mp

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