EU lobt niedrige Besteuerung nicht entnommener Gewinne in Österreich

Leitl: Eigenkapitalsituation der heimischen Betriebe weiter verbessern - Verlustvortrag für Einnahmen-/Ausgaben-Rechner

Wien (PWK112) - Die EU-Kommission hat ihren fünften Bericht über die Umsetzung der Europäischen Charta für Kleinunternehmen vorgestellt. Unter den Mitgliedstaaten sind der EU-Kommission in Österreich zwei Maßnahmen besonders positiv aufgefallen: Die Modernisierung des Systems der Lehre durch die Aufnahme von 20 neuen Lehrberufen, insbesondere in der Datenverarbeitung und bei Informations- und Kommunikationstechnologien, sowie die steuerliche Begünstigung von nicht entnommenen Gewinnen, für die sich nicht zuletzt die Wirtschaftskammer stark gemacht hatte. "Wir freuen uns über dieses Lob aus Brüssel, wo die wichtige Maßnahme zur Verbesserung der Eigenkapitalsituation der österreichischen Unternehmen anerkennend registriert wurde", betont der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl. "Nun gilt es, die Begünstigung des nicht entnommenen Gewinnes auf nicht bilanzierende Unternehmen auszudehnen und ihnen einen Verlustvortrag zu ermöglichen, denn auch sie müssen ihre Eigenkapitalsituation nicht zuletzt im Hinblick auf die Einführung von Basel II dringend verbessern", fordert die WKÖ-Chef.

Auch die Modernisierung der Lehre, die in dem EU-Bericht Beachtung erhielt, ist ein wichtiges Anliegen der WKÖ, das intensiv vorangetrieben wird. Um die Attraktivität der Lehrlingsausbildung in Richtung Qualitätssteigerung, Modernisierung und Spezialisierung zu erhöhen, hat die Wirtschaftskammer an der Entwicklung neuer Lehrberufe mitgewirkt und ein Konzept zur Modularisierung der Lehrlingsausbildung vorgelegt. Das Modularisierungskonzept wurde ins Regierungsprogramm aufgenommen und auch die Gesetzesvorlage bereits begutachtet. "Nun benötigen wir noch grünes Licht für die Umsetzung im Ministerrat", so Leitl, der hofft, dass das Lob der EU-Kommission zur Modernisierung der österreichischen Lehrlingsausbildung auch die Weichenstellung zur Modularisierung vorantreibt.

Generell wurde in dem Kommissions-Bericht zur KMU-Charta hervorgehoben, dass insbesondere in den zehn neuen Mitgliedstaaten beachtliche Erfolge bei der Förderung von Kleinunternehmen erzielt wurden, indem sie bewährte Praktiken anderer Mitgliedstaaten übernommen haben. Fortschritte hat es gemäß EU-Kommission insbesondere in den Bereichen Ausbildung zu unternehmerischer Initiative, bessere Rechts- und Verwaltungsvorschriften, Konkursrecht sowie Bekämpfung des Mangels an Technikern und Ingenieuren gegeben. (Ne)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Stabsabteilung Presse
Mag. Markus Nepf
Tel.: (++43) 0590 900-4459
Fax: (++43) 0590 900-263
markus.nepf@wko.at
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0002