Bundesforste beraten Serbien

Know-how aus Österreich zur Restrukturierung der serbischen Staatsforste

Wien (OTS) - Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) haben den Auftrag zur Erarbeitung eines Restrukturierungsplans für die serbischen Staatsforste Srbijasume erhalten. Vorbild soll dabei die Neuorganisation der Bundesforste selbst sein, mit der sie zum international anerkannten Vorzeigebetrieb geworden sind. Das Beratungsprojekt wird großteils von der Austrian Development Agency im Rahmen der Österreichischen Ostzusammenarbeit finanziert. Die ökologische und soziale Verträglichkeit werden bei diesem Beratungsprojekt vorrangig sein.
Die Beratung durch die Bundesforste erfolgte auf Wunsch der serbischen Partner und folgt einer Reihe von internationalen Consulting-Projekten der ÖBf, etwa in Moldawien, Brandenburg, der Slowakei und Bulgarien.

Bereits 2004 ist die Republik Serbien mit dem Wunsch zur Unterstützung bei der Reorganisation ihrer Staatsforste an die Österreichischen Bundesforste herangetreten, weil die ÖBf AG international als Vorzeigemodell für die Modernisierung des Forstwesens gilt. Die Neuorganisation der Srbijasume soll sich daher am Beispiel der Ausgliederung und Umstrukturierung der ÖBf orientieren. Auftraggeber der Bundesforste ist die Austrian Development Agency (ADA), die für die Umsetzung der Projekte der Österreichischen Ost- und Entwicklungszusammenarbeit sorgt. Sie finanziert 70% des Auftragsvolumens von 250.000 Euro. Die restlichen 30% der Kosten tragen die serbischen Staatsforste. Dieses erste gemeinsame Projekt mit der ADA freut Bundesforste-Vorstand Georg Erlacher besonders: "Die ADA hat hohe Anforderungen an ihre Partner, weil die Nachhaltigkeit der Entwicklungsprojekte im Vordergrund steht. Dass die Bundesforste als Projektpartner ausgewählt wurden, ist eine große Anerkennung für unsere Arbeit."
Der Beratungsprozess für die serbischen Staatsforste wird sieben Monate dauern und startete diese Woche mit einem ersten Workshop.

- Priorität: ökologische und soziale Verträglichkeit -
Der langfristige Umbau der serbischen Forste in ein modernes, nachhaltig arbeitendes Forstunternehmen ist auch für die erfahrenen Bundesforste-Experten eine Herausforderung.
Srbijasume bewirtschaften 1,3 Mio. Hektar, was etwa der Hälfte der gesamten serbischen Waldfläche entspricht. Mit 4.000 Mitarbeitern ist das Forstunternehmen ein bedeutender Arbeitgeber, gerade angesichts der hohen Arbeitslosigkeit in Serbien. Von den Bundesforsten ist daher bei diesem Auftrag große Sensibilität gefordert. "Ziel ist ein Konzept, das auf die schwierigen sozialen und ökologischen Bedingungen in Serbien optimal eingeht", so Bundesforste-Vorstand Georg Erlacher.

- Herausforderung in schwierigem Umfeld -
Hauptprobleme der Srbijasume sind die niedrige Produktivität und die nicht zeitgemäßen forstwirtschaftlichen Methoden. Hinzu kommen die Folgen des Kosovo-Konflikts, die auch in der Forstwirtschaft ihre Spuren hinterlassen haben - von verminten Forststraßen bis zu lange vernachlässigten Wäldern. Georg Erlacher zeigt sich aber trotzdem zuversichtlich, dass "die Bundesforste diese spannende Aufgabe sehr gut erfüllen werden. Durch unsere eigene Reorganisation und durch die breite Erfahrung im Consulting, nicht zuletzt auch in anderen südosteuropäischen Ländern, sind wir optimal vorbereitet."

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Österreichische Bundesforste AG,
Bernhard Schragl,
Tel. 02231 600-215
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