ÖAMTC: Schnee auf dem Schutzweg heißt keinesfalls Bahn frei

Rechte und Pflichten von Autofahrern und Fußgängern

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Schnee auf dem Schutzweg bedeutet keinesfalls 'Bahn frei' für die Kraftfahrer", warnt ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexpertin Dora Donosa anlässlich der tiefwinterlichen Straßenverhältnisse. Fast ein Viertel aller Fußgängerunfälle ereignet sich auf Schutzwegen. Wie die Unfallstatistiken der vergangenen Jahre zeigen, passieren rund zwei Drittel aller Schutzwegunfälle zwischen Oktober und März. Deshalb sind gerade auf rutschigen und verschneiten Fahrbahnen wichtige Regeln zu beachten:

Auch wenn die Bodenmarkierung durch Schnee nicht erkennbar ist, muss der Fußgängerübergang aufgrund des Verkehrszeichens "Kennzeichnung eines Schutzweges" beachtet werden. "Ein Fußgänger, der sich bereits auf dem Schutzweg befindet oder diesen erkennbar benützen will, hat Vorrang. Ein Fahrzeuglenker darf ihn weder gefährden noch in seiner Querungsabsicht behindern", erinnert die ÖAMTC-Expertin. Der Autolenker sollte besonders vorausschauend fahren und auch auf Personen am Straßenrand achten, die plötzlich die Straße betreten könnten. Vor allem bei schlechten Fahrverhältnissen vorsichtig sein, weil sich die Bremswege erheblich verlängern. Wer diese Regeln missachtet und einen Schutzwegbenützer gefährdet oder behindert, dem drohen zwischen 72 Euro und 2.180 Euro Strafe.

Für Fußgänger gibt es ebenfalls wichtige Verhaltensregeln, damit es auf dem Schutzweg nicht gefährlich wird. Allein im vergangenen Jahr sind laut Innenministerium rund 6,7 Prozent aller tödlichen Unfälle auf das Fehlverhalten von Fußgängern zurückzuführen. Fußgänger dürfen nur dann den Zebrastreifen betreten, wenn Fahrzeuge noch weit genug entfernt sind, um - auch auf rutschigem Untergrund -rechtzeitig anhalten zu können. Fußgänger dürfen den Zebrastreifen nicht unmittelbar vor herannahenden Fahrzeugen und für deren Lenker überraschend betreten. "Am besten abwarten bis die Autos aus beiden Richtungen vor dem Zebrastreifen angehalten haben und erst dann die Fahrbahn betreten", rät die ÖAMTC-Expertin. Bei Schneetreiben und schlechter Sicht ist reflektierende Kleidung ein wichtiger Sicherheitsfaktor, den man vor allem bei Kindern beachten sollte.

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ÖAMTC-Pressestelle/Claudia Kesche

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