ÖHGB: Einführung einer Mietzinsbegrenzung wäre Rückfall in mietrechtliche Steinzeit

Mietenrichtwertsystem hat sich bewährt und Missstände beseitigt

Wien (OTS) - Angesichts der jüngsten Diskussion über den Anstieg der Mieten spricht sich der Österreichische Haus- und Grundbesitzerbund (ÖHGB) gegen die von der Mietervereinigung geforderte Mietzinsbegrenzung aus. "Das 1994 von der rot-schwarzen Koalition eingeführte Richtwertsystem hat sich bewährt", sagte ÖHGB-Präsident und Nationalratsabgeordneter Mag. Heribert Donnerbauer. Die Auswirkungen eines gesetzlich festgelegten Mietzinses habe man ja bereits erlebt, so Donnerbauer: "Ein unüberschaubares Ablösewesen, viele Substandardwohnungen und in weiterer Folge eine Vielzahl an leer stehenden Wohnungen".

Erst die Einführung des Richtwertmietzinses habe die wirtschaftliche Basis für die Sanierung vieler Wohnungen geschaffen. "Die Einführung einer starren Mietzinsbegrenzung bringt daher niemandem etwas, auch dem Mieter nicht. Das wäre vielmehr ein Rückfall in die mietrechtliche Steinzeit", kritisiert Nationalrat Donnerbauer.

Ursache der Preiserhöhungen seien verbesserte Qualitätsstandards der Mietwohnungen, oder anders formuliert:" Die Steigerung der Mietpreise beweist vielmehr die Erhöhung der Qualitätsstandards von Mietwohnungen", betont der ÖHGB-Präsident.

Von einem überteuerten Wohnungsmarkt könne in Österreich übrigens keine Rede sein. "Österreich hat im Vergleich zu den anderen EU-Ländern sehr geringe Wohnkosten.", so Präsident Mag. Donnerbauer abschließend.

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Geschäftsführer des Österr. Haus- und Grundbesitzerbundes
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